Donnerstag, 16. November 2017

Eye - Poetry # 11 - Die kreative Herausforderung für November / Dezember


Was habe ich mich gestern gefreut, wie reichlich und rasch Eure Ideen hier für den Haiku des Vormonats eintrafen. Ich bin gespannt, auf die weiteren Teilnehmerinnen.

Geht es Euch auch so, dass sich im Dezember Termine ballen, an Näh- und Basteltisch Auftragsarbeiten und Weihnachtsgeschenke hergestellt werden wollen, der Kopf voller Ideen für Adventskalender, Weihnachtskarten oder die kreative Adventspost brummt?

Seht Ihr, deshalb läuft bei der Eye-Poetry zum Ende des Jahres alles ein bisschen anders:

1. Ihr habt Zeit bis zum 30. Dezember, erst dann werde ich an dieser Stelle nach Euren kreativen Werken fragen.

2. Die Linkparty wird dann nur eine Woche geöffnet sein, dieses Mal ist Pünktlichkeit gefragt.

3. Wieder werde ich Euch hier ein Gedicht als Inspirationsquelle mit auf den Weg geben. ABER: wenn Euch beim Nähen, Malen, Zeichnen, Basteln, Fotografieren, Filmen, Kleben, Stempeln etc... ein anderer literarischer Text: ein Gedicht, ein Romanzitat... als Inspiration und Ausgangspunkt dient, würde ich mich freuen, wenn Ihr dann am 30.12. euer Werk zusammen mit diesem Text auf Eurem Blog vorstellen und bei der Eye-Poetry #11 verlinken würdet. Ihr seid also diesmal nicht an das folgende Gedicht thematisch gebunden.

Das kurze Gedicht, welches ich Euch mit auf den Weg gebe, stammt von Erich Mühsam (1878 - 1934 ermordet im KZ Oranienburg) . Mühsam gilt als der produktivste literarische Vertreter des deutschen Anarchismus und warnte bereits früh und sehr eindringlich vor dem Nationalsozialismus, dem er bis zuletzt unbeugsam widerstand. Das ausgewählte Gedicht stammt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg.   


Wie der zerrissene Streifen Mondeslicht
In Silbersternen auf dem Wasser irrt!
Die Welle, die nach Mondesküssen girrt,
Und der zerfetzte Glanz sind mein Gedicht.

Erich Mühsam




Am 30. Dezember werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist, ob von Mühsams Gedicht oder einem anderen literarischen Werk.

Hier noch einmal die (unveränderten) Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 16. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation oder Aktion
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 15. des Folgemonats   Am 30. 12. 2017 verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:


Viel Spaß! Wir treffen uns mit unseren Ergebnissen dann hier am 30. Dezember.

Mittwoch, 15. November 2017

Eye - Poetry # 10 - Zeigt doch mal her!


Gestern Abend erst fiel mir auf, dass es bereits Mitte November ist und der Termin für die Eye-Poetry Challenge direkt vor der Türe steht.
Anfang des Monats war ich noch fleißig mit der Kamera unterwegs und habe Inspirationen gesammelt, denn die gab es wetterbedingt reichlich. Da schwirrte mir Fujiwaras Haiku stets im Kopf herum.
Doch dann erkrankte der Lockenhund sehr ernsthaft, brauchte eine Notoperation und ist leider immer noch nicht vollkommen über den Berg.
Die Gedanken sind da ganz woanders und wenig lyrisch.  Dabei fühle ich mich gerade, als würde ich mitten im jähen Sturmwind stehen... 

Wie erging es Euch mit dem Haiku? Wie habt Ihr ihn empfunden?


Verstreute Blüten
Jagt vor sich her und holt ein
Der jähe Sturmwind

Fujiwara no Sadaie



Da liegen sie, die verstreuten Blüten, vom Sturmwind abgerissen, gejagt und nach wildem Spiel achtlos liegen gelassen...


Zurück bleiben die verwaisten, zerrupften Blütenstengel...


Nicht nur Blüten auch Blätter riss der Sturmwind mit sich, holte sie ein, warf sie in den Bach, eilte mit Geheul und Regen als Begleiter gleich weiter.


Es gibt Zeiten im Leben, da fühlt man sich dem Sturm des Schicksals ebenso ausgeliefert, losgerissen, herumgezerrt, eingeholt und zerrupft am Wegrand liegend.


Zumindest kann ich die kleine Skizze mit Wassermalfarben, die ich nebenbei gemal habe, vorweisen. Vielleicht passt sie sogar zu den wenigen, knappen, kargen Worten, die ein Haiku ausmacht...


Hat Euch das Wetter oder das Leben an sich zusätzliche Inspirationen und weiterführende Gedanken zum Haiku geliefert? Ich bin gespannt auf Eure Werke, die Ihr hier bis zum 14. Dezember verlinken könnt.

Wie immer: falls Ihr Probleme beim Verlinken haben solltet, schreibt bitte den Link in Euren Kommentar, so dass ich versuchen kann, hilfreich einzugreifen.

Zusätzlich werde ich hier noch einmal die TeilnehmerInnen mit Namen und gleichzeitiger Verlinkung zum Anklicken aufführen:




Sonntag, 12. November 2017

12 von 12 im November

Was macht man an so einem fiesen 12. November? Man sucht nach farbiger Ablenkung...


1 Eigentlich sollten die am Freitag im Vorbeifahren schnell beim Discounter geholten Blümchen die Laune nach der schlimmen, chaotischen Woche (mit dem kranken Hund) aufheitern. Aber dieses trübe Rosa sagt mir, dass ich diese Spontankäufe in Zukunft sein lassen sollte.

2 Dafür macht es Spaß, das blaue und auch die anderen drei Futterhäuser im Garten jeden Morgen zu bestücken und zu beobachten.

3 Der türkisfarben gekleidete Rekonvaleszent stand heute zu jeder Tageszeit im Mittelpunkt

4 Ins Müsli gab es heute Buntes: gelbe Ananas, rote Himbeeren und blaue Heidelbeeren

5 Ich hab mich bei dem stürmischen, nassen Wetter verleiten lassen, die Schachteln mit den Wollstoffen zu inspizieren:  blaue, frühlingsgrüne und orangefarbene Stoffe lachten mich an.

6 Innen Jersey, außen Wolle:  blau-frühlingsgrüne und orangefarbene Mützen habe ich genäht für die kleinen Lockenmädchen



7 Bei dem Wetter müssen wir bei den kleinen Hunderunden, die derzeit nur erlaubt sind, auf den blauen Hundemantel zurückgreifen, damit der Rekonvaleszentenkittel (vom Tierarzt verabreicht) nicht nass und dreckig wird. Der Lockenhund hasst den Mantel zutiefst.

Graue Farbe lässt sich rasch sammeln, da reicht der Blick aus dem Fenster

9 Die Pflanzen im Haus wollte gepflegt werden, Grün tut immer gut! (Schau mal Mano, deine Pilea gedeihen wunderbar!)

10 Ohne Hund haben wir mit Regenmänteln und Schirmen eine größere Runde gedreht, braunes Laub und brauner Matsch und braun-graue Matschpfützen

11 Goldorangenes Kürbisbrot mit Weizensauerteig gebacken und Abendessen mit Kürbis, Süßkartoffeln und Quitten bereitet (gelb-orange-rot)...

12 ähm, ja, meine Gedankenwelt kann ich nicht fotografieren. Aber wir müssen nachher noch mal mit dem Hund raus...


verlinkt bei Caro. Dort schaue ich jetzt nach, was Ihr heute so angestellt habt...


Novemberbäume

Schon ist der 12.  des Monats angebrochen... wie soll man bei diesem Wetter zwölf schöne Bilder des Tages sammeln? Das wird schwer. Da war es einfacher, in den letzten Tagen ein paar Blicke auf die sich täglich verändernden Bäume zu werfen.


Während sich am Monatsanfang die einen Novemberbäume im herbstlichen Sonnenschein noch in goldene Gewänder hüllten, waren andere, Obstbäume oder hier dieser Walnussbaum schon kahl und bloß.

Aber solange sich die Sonne und blauer Himmel zeigten, ergab das  noch ein feines Bild und manche zauberhaften Stimmungen.


Doch allmählich wird auch das Haupt meines Lieblingsginkgos schütter, so ohne passendes Licht fehlt auch das Leuchten des Goldgelbs.


Doch wenn man sich Mühe gibt dem Grau zu trotzen, hoch steigt, um auf die Bäume herab zu blicken, dann sieht man, wie vielfältig noch die Farben sind.


Wer weiß, wie sie heute abend ausschauen... Sie blicken ja schon ziemlich bedenklich drein...


verlinkt bei Lottas "Bunt ist die Welt"

Samstag, 11. November 2017

Mantra {samstagsplausch}

"Das haben wir noch nie probiert,
also geht es sicher gut."

Pippi Langstrumpf


GEFUNDEN: obiges Mantra, hängt jetzt in der Küche

GESCHOCKT: dass die "kleine" Lockenhündin eine Notoperation (Pyometra und Mastitis) über sich ergehen lassen musste. Wie schnell so was geht...

GEGLÜCKT: ist die OP und nun dürfen wir den Hund wieder gesund pflegen


GEMERKT: dass es vollkommen ungewohnt ist, wenn kein Hund im Haus und kein vierbeiniger Begleiter neben einem ist. Wie gut, dass das nur für anderthalb Tage der Fall war...

GEDANKT: dem Tierärztinnen, die so super zusammengearbeitet haben und dem Pflegeteam

GENUTZT: die hundelose Zeit und gemeinsam ins Schmetterlingshaus gegangen (wo Hunde nicht hinein dürfen)


GELESEN: Diese Bücher, seit gestern Abend lese ich Tove Jansson: Die Tochter des Bildhauers. Mal keine Neuerscheinung. 

GEWUNDERT: das Beiträge über Bücher auf dem Blog  viel weniger angeclickt werden als andere Themen. Ich lese Buchvorstellungen immer gern, bin halt eben auch ein Bücherwurm...

GEKAUFT: Stoff für das Geburtstagskleidchen des kleinen Lockenmädchens (mit Hirschen...)



GESTAUNT: über das mächtige Geweih dieses Herrn...

GEPLANT: meine zweite OP (Schilddrüse) Ende des Monats


GENERVT: weil der Lockenhund jetzt nicht zu lange allein bleiben sollte und nur 5-Minuten-Spaziergänge machen darf

GELACHT. über den chicen türkisfarbenen Body, in dem der Vierbeiner heimkehrte

GEGRÜBELT: über dem Entwurf für die Adventspost


GESUCHT: nach feinen herbstlichen Schönheiten in der Natur

GEHOLT: schnell ein paar Blumen beim Discounter. Diese Woche brauchte einfach Farbe, vorallem schnell...


GEKNIPST: Typische Himmelsbilder dieser Woche - Studien in Grau und verwackelte Grusel-Mond-Bilder auf abendlicher Hundeminirunde



Das wohl mehr oder minder verregnete Wochenende werde ich nutzen, um weiter über meinen Beitrag zur Adventspost zu sinnen und hoffentlich schon etwas auszuprobieren.

Und was macht Ihr so?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch und Katjas In Heaven

Freitag, 10. November 2017

Mein Lesemonat Oktober



Wie Ihr wisst, habe ich mich in diesem Jahr den Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt verschrieben. Hier sind meine Highlights des vergangenen Monats:
Im Oktober drehten sich meine Bücher hauptsächlich um Frauen - unmittelbar und mittelbar.

Mein absoluter Liebling ist eigentlich ein Jugendbuch:
Elena Favilli und Francesca Cavallo: Good Night Stories for Rebel Girls. 100 außergewöhnliche Frauen. 
Ende September im Hanser Verlag erschienen.
Die Portraits von Frauen aus allen Ecken der Welt und unterschiedlichen Zeiten bis zur Gegenwart sind jeweils straff auf einer Seite spannend und interessant zusammengefasst. Gerade so, dass junge Menschen am Ball bleiben und vielleicht neugierig geworden dann über die eine oder andere Frauenbiographie weiterforschen.
Diese kurzen Geschichten sind so kurzweilig, ermutigend und faszinierend, dass es eine Freude ist, sie auch als Erwachsener zu lesen. Von manchen kannte ich schon die Geschichte, bei anderen nur den Namen und einige waren tolle Neuentdeckungen.
Nein, erwartet keine Gute-Nacht-Geschichten, diese Kurzbiographien machen wach und munter!
Schließlich ist das Motto des Buches:" Dream bigger / Aim higher / Fight harder / And, when in doubt, remember  / You are right. -  Träumt größer / Zielt höher / Kämpft entschlossener / Und im Zweifelsfall merkt Euch: / Ihr habt Recht."
Den Kurzbiographien gegenüber gestellt sind Bilder der entsprechenden Frauen, die von verschiedenen Künstlerinnen in individuellen Stilarten gestaltet wurden.

Ob ich mit dem Buch warte, bis mein großes Lockenmädchen 12 Jahre alt geworden ist? Nein, das soll ihre Mama auch mit Freude lesen und schon mal die geeigneten Geschichten für das Alter des großen Lockenmädchens auswählen und vorlesen. Man kann nicht früh genug damit anfangen.
Ach ja, Männer und Jungen sind natürlich im Kreis der Leserschaft ebenfalls willkommen.

Über eine rebellische junge Frau erzählt auch der Roman "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon (Eisele Verlag, auch im Sept. 2017). Die 15 jährige Protagonistin Mary schreibt ihre kurze Geschichte im Jahr 1831 nieder, als es noch nicht selbstverständlich war, dass ein einfaches Bauernmädchen dies zu tun vermag. Ein Jahr zuvor veränderte sich ihr Leben schlagartig, als ihr Vater sie gegen ihren Willen und für ein Sümmchen Bargeld fortschickte von der ärmlichen elterlichen Farm, dem harten arbeits- und entbehrungsreichen Leben mit den Schwestern und dem kranken Großvater, um im Pfarrhaus der kranken Pfarrersgattin im Haushalt zu helfen. Mary hat ein starkes eigensinniges Wesen und entdeckt nun dort den ungeahnten Hunger nach Bildung.
Ein sehr bewegendes Buch, das einen sofort durch seine Sprache und die eigenwillige Persönlichkeit Marys in den Bann schlägt, so dass man es nicht mehr zur Seite legen mag. 

Eigentlich ist es ein Mann, Paul Benitt, dessen Lebensweg wir in Agnes Krups Roman Mit der Flut (Piper, Okt. 2017) verfolgen, aber es sind vor allem die Frauen in seinem Leben, die unter seiner Art zu leiden haben. Denn Paul verfolgt vor allem seine eigenen Interessen, lässt sich dabei aber auch immer wieder treiben, schwimmt "mit der Flut", entzieht sich emotionaler Nähe und Verantwortlichkeit.
Zunächst verschlägt die Abenteuerlust ihn Anfang der 1920iger Jahre nach Amerika, wo er in der jungen sizilianischen Einwanderin Antonia Hoffnungen auf eine Heirat erweckt, sich dann aber von der Mutter heim locken lässt, mit dem Versprechen, ihm das ersehnte Medizinstudium zu finanzieren. Doch der zweite Weltkrieg wird aus den wenigen Studienjahren Wartezeit für Antonia, eine schiere Ewigkeit werden lassen.
Die Realitäten auf beiden Seiten des Atlantiks werden eindrücklich geschildert. Antonia wird ihren Paul bekommen, dessen versichert uns die Autorin gleich von Anfang an. Aber die Wege sind verschlungen und jenseits von romantischer Liebesgeschichte.




Lange, dunkle Leseabende gibt es gerade genug. Hat eine von Euch schon eines dieser Bücher aufgeschlagen?

Dienstag, 7. November 2017

Für das Winterpaket...

....nach Vermont liegt schon einiges bereit. Ich war noch auf der Suche nach einem schönen warmen Mantel oder eine langen Jacke, da fiel mir der "Polyanna" Mantel von (Farbenmix)  in die Augen. Ob der sich gut nähen lässt und sich im Winter nah der kanadischen Grenze bewähren kann?

Genäht habe ich die Größe 134/140 in eher schlichtem ruhigen Farbton und ohne viele Verzierungen. Zum einen wollte ich den wasserabweisenden Stoff nicht weiter durchlöchern und zum anderen passt er dann besser zu den vielen bunten Sachen, die ich den Mädels sonst noch so nähe...

Außenstoff wasserabweisender blauer Jackenstoff , vorne abgesetzt mit violetter Paspel (beides von hier), darunter wärmendes Thinsulate-Thermovlies, gefüttert mit dickem violettem Fleece, die Ärmel mit roten Steppfutter (Fleece und Steppfutter aus meinen "Lagerbeständen"), rosa Bündchen, blauer Reißverschluss mit Reflektorsternchen.



Für die Raffung am Rücken habe ich zum gehorteten Lila-Lotta Bortenset Birds gegriffen.



Wieder einmal war ich beim Nähen sehr froh über den Obertransportfuß meiner Bernina.
Der Mantelschnitt ist zwar nicht unaufwändig, bietet aber viele Verwandlungsmöglichkeiten. Ich hab jetzt schon einige Ideen, wie ich ihn beim nächsten Mal abwandeln werde, welche Stoffe ich noch ausprobieren könnte. Sieht nach einem neuen Lieblingsschnitt für den Winter aus...

So, und jetzt nähe ich noch ein paar schöne warme gefütterte Mützen aus Wollfleece dazu.

verlinkt bei creadienstag, handmadeontuesday, dienstagsdinge 

Samstag, 4. November 2017

Schattenlängen {samstagsplausch}

"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht,
werfen selbst Zwerge lange Schatten."



GEMERKT: wie lang die Schatten werden und wie fein Mondschatten aussieht

GESUMMT: das Lied von Max Raabe, dass ich bei Nicole entdeckt habe.

GEFREUT: über gefrorene Tautropfen und den hochsteigenden Morgennebel



GENÄHT: einen feinen gefütterten Wintermantel für das große Lockenmädchen (zeige ich am Dienstag), ein weiteres Umstandsshirt

GESCHROTTET: habe ich beim Nähen des Wintermantels gleich drei Nähnadeln...

GEKAUFT: ein paar "Kleinigkeiten" beim Möbelschweden, wo wir eigentlich nur etwas umtauschen wollten. Wir haben die Gelegenheit genutzt, dass in der Schweiz kein Feiertag war und die Läden offen....


GEBACKEN: ein leckeres Kürbisbrot mit Weizensauerteig

GETRAGEN: am Wochenanfang zum ersten Mal morgens in diesem Herbst meine Handstulpen. Den Rest der Woche durften sie wieder in der Schublade verschwinden


GENOSSEN: schöne Himmelsstimmungen, Fernsicht bis zum Säntis (man muss beim Foto oben aber schon ganz genau hinschauen)

GELACHT: über die tollen Halloween-Fotos der Lockenmädchen in ihren selbstgebastelten Kostümen (es ist doch etwas anderes, wenn Halloween eine Tradition oder nur ein importiertes, kommerzialisiertes Event ist)   



GENERVT: die Waschmaschine hat nach 25 Jahren beschlossen, dass sie jetzt Recht auf einen unreparierbaren Lagerschaden hätte. Ich hoffe, ihre Nachfolgerin hält mindestens genauso lange 

GEHÖRT: das Sägen der Waldarbeiter. Das Fallgeräusch der Bäume macht mich immer traurig



GEGUCKT: jeden Tag welchen Wochentag wir haben, denn bei zwei Feiertagen in der Woche kommt man vollkommen durcheinander

GECLICKT: der Fotograf P. Funch hat zehn Jahre lang in NY (dieselben) Pendler und ihre täglichen Routinen fotografiert, mit spannenden Erkenntnissen

GELESEN: gerade lese ich zwei Bücher parallel -  Elena Favilli: "Good Night Stories for Rebel Girls" und Nell Leyshon: "Die Farbe von Milch"


GESUCHT: das  BRIGITTE Bücher Spezial und nirgends gefunden. Jetzt habe ich es im Internet bestellt. Das passiert mir in letzter Zeit öfters, dass ich im Handel vor Ort etwas kaufen möchte, aber am Ende doch nur online fündig werde.

GETRAUT: mich bei der Adventspost 2017 anzumelden. Farbstimmungen gibt es ja als Inspirationen zuhauf. Zum Beispiel am Abendhimmel... (allerdings nicht mehr an jedem Abend)



Heute werde ich versuchen, ein bisschen die Sonne auszunutzen, um die Terrasse winterfest  novemberfest zu machen. Wenn es dann am Sonntag fies wird, nähe ich wollene Wintermützen für die Lockenmädchen; ich hab noch so feinen Wollfleece aus dem Fabrikverkauf gehortet...

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch
die Himmel schickte ich zu Katjas "In Heaven" 

Mittwoch, 1. November 2017

Hallo November!


"Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein."

Hugo von Hofmannsthal



Die Schönheiten des Novembergraus entdecken


Magische, melancholische, mystische Momente fühlen


In Laubbergen waten und die Lieblingsblätter küren  


Die goldenen Stunden draußen genießen und es sich drinnen warm und kuschelig machen

Und in welchen Momenten schließt Ihr mit dem November Freundschaft? 

Montag, 30. Oktober 2017

12tel-Blick(e) im Oktober

Zur Zeit ändert sich die Natur im Handumdrehen. Wo gestern noch goldene Blätter im Sonnenschein glänzten, liegen sie heute vom Sturm abgefetzt auf dem regennassen Boden. Da können auch die Blicke von meinen Fotostandorten ganz unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wann ich Zeit fand, dort nachzuschauen.

Zum Standort am See bin ich zweimal mit Kamera unterwegs gewesen. Einmal an einem Nachmittag Anfang Oktober. Wie man an der Pfütze sieht, hatte es am Vormittag geregnet.

No. 1


am See, 3. Oktober, 15.56 Uhr, 
die Temperatur  war für wenige Tage auf rund 14 Grad gefallen 



Der Wind schob nicht nur ein paar Wolken vor sich her, sondern auch ein paar Segelboote.


So kann der Fotostandort aber auch im Oktober aussehen: im dichten Morgennebel werden gerade die Kunstobjekte aus dem kleinen Park wieder abgeholt.


18. Oktober, 9.45 Uhr, morgens ist es fies kalt im Nebel, 7 Grad...


No. 2


Schlösschenblick, 17. Oktober, 16.05 Uhr,
nachmittags sind es in der Sonne noch rund 18 Grad

Ja, wie man sieht hat der Oktober hier unten am Bodensee wunderschöne warme, sonnige Tage spendiert. Die Obstbäume haben sich jedoch ihrer Blätter fast vollständig entledigt. Der Blick nach oben an meinem Fotostandort zeigt, dass die Bäume am Waldrand noch goldenes Laub tragen. 




No. 3


Streuobstwiesen, 21.10., 16.10 Uhr, 
wolkig bei 14 Grad

Auch hier  ist es eher kahl und langweilig. Aber was blitzt da hinten hinter der Baumreihe so frisch gelbgrün hervor?
Ein kleines Rapsfeld. Ich mag diese vielen kleinen verschiedenen Felder. Sie geben der Landschaft einen bunten Anstrich und tun der Natur auch gut.


Ganz schön lang ist die Reihe schon geworden. Gegen meine Erwartung sind die Oktoberbilder noch recht freundlich, die Nebelfotos schiebe ich dann im November rein...





Am 30. jedes Monats bietet Tabea  auf ihrem Blog eine Plattform für alle Teilnehmerinnen dieses feinen Fotoprojektes. Danke, Tabea!