Mittwoch, 30. November 2016

Noch eine Erinnerung ***

Gibt es etwas, nach dem Ihr Euch seit Eurer Kindheit gesehnt habt? Und es Jaaaahre gedauert hat, bis Ihr Euch erst im Erwachsenenalter diesen Herzenswunsch erfüllen konntet?

Bei mir war es der Wunsch nach einem Hund, nach einem vierbeinigen Kumpel. Am 6. Dezember 2001 war es dann endlich soweit, dass wir unseren Australian-Shepherd-Welpen Leilah abholten.
Aus dem kleinen süßen Fellding wurde ein Rabauke, ein Frechdachs und schließlich ein (meist) braver Hütehund, der sein zwei- und vierbeiniges Rudel zusammenhielt und notfalls gegen den Rest der bösen Welt verteidigte.
Die Zeit und die wunderbare Freundschaft schienen endlos zu sein.

Anfang November 2015
Selbst mit 14 Jahren war sie noch so fit und munter für ihr Alter. Und dann mussten wir ihren besten Hundekumpel (12 J.) über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Leilah hat sich ihre Trauer nicht anmerken lassen, ein Chef zeigt keine Schwäche... ja, ja, so war sie. Doch ein wichtiger Teil des Rudels fehlte jetzt, den kann man doch nicht ungeschützt gehen lassen! Von nun an ging es rasant bergab.

Das untere Foto ist das letzte Bild von ihr auf meiner Kamera (und jetzt dort natürlich vor dem Löschen geschützt). Innerhalb einer Woche war sie gelähmt, verfiel, verlor den Lebenswillen und starb wohl letztendlich (auch) an den Nebenwirkungen der Medikamente ganz still in der Nacht. Einen Tag später hätten wir die Entscheidung treffen müssen, die sie uns heimlich in der Nacht abnahm. 
Genau ein Jahr ist es nun her...

Leilah 11. 10. 2001 - 30.11. 2015

Man hat nur einmal den "ersten Hund"...
Für dich, mein bester Hundefreund, ein Lied aus einem meiner Lieblingsfilme.

Dienstag, 29. November 2016

12tel-Blick im November

Es ist nun das vorletzte Mal in diesem Jahr gewesen, dass ich meinen Fotostandort aufsuchte, um mein Monatsfoto aufzunehmen.
Wie erwartet hat der November doch größere Veränderungen an unserem Platz vornehmen lassen.
Die  Linde wurde rigoros entlaubt und die Blätter gleich schon gründlich entsorgt.  Nach viermonatiger Verhüllung ist nun auch wieder das Schild des Einfahrtverbotes von der blauen Plastiktüte befreit worden. Der Ersatz der Außenbestuhlung und der Sonnenschirme fällt zwar bunt aber unschön aus. Dafür wird die Bank wenigstens gerade mal als Ablage benutzt, zum Sitzen fühlen sich die Passanten nicht mehr eingeladen. Man ist eher zielgerichtet unterwegs, denn die ersten Weihnachtseinkäufe stehen an und die Parkhäuser füllen sich rasch.


Dienstag, 22. November 2016, 11.41 Uhr
6 Grad, grau, aber trocken


Der Blick auf die ganze bisherige Reihe verdeutlicht den Sprung. Ob es im nächsten Monat ein weihnachtliches oder winterliches Foto geben wird? Ich bin gespannt.



Tabea versammelt am 30. jeden Monats die 12tel-Blicke aller TeilnehmerInnen auf ihrem Blog.



Sonntag, 27. November 2016

Sonntagssplitter # 42

"Maybe Christmas,
the Grinch thought,
doesn't come from a store."

Dr. Seuss



Gezählt: Fliegenpilze, in diesem Herbst gab es hier reichlich davon

Gefahren: zum Tierarzt

Gemerkt: dass ich es vor Weihnachten lieber unterlassen sollte, in die Stadt zu fahren. Sie ist schon jetzt sooo voll, wie wird es dann erst im Dezember?


Gepackt: ein kleines Geburtstagspaket für das kleine Lockenmädchen, das bald auch ein Drachenreiter sein wird, aber in ihrer eigenen Lieblingsfarbe (hoffentlich kommt es pünktlich an...). Derweil zähmt die große Drachenreiterin wilde Tiere...

Gemocht: Alleebäume. Wunderbar an ihnen entlang zu schreiten (Die schicke ich heute mal frech zu Ghislanas Baumfreunden



Gestaunt: über die fantastischen Himmel in dieser Föhnwoche

Genervt: über die Einkaufstouristen aus dem Nachbarland, die gern hier im Auto aufs Gas drücken, denn auch die Strafzettel sind ja hierzulande so billig

Gefreut. auf den finnischen Adventskalender von Karen, bei dem man schon am 1. Advent ein Törchen öffnen kann (die Lockenmädchen in den Staaten haben auch einen bekommen).  


Gewünscht: Euch allen einen schönen ersten Advent!

Samstag, 26. November 2016

Föhn


Also, wenn ich FÖHN schreibe, mit H, meine ich den warmen Fallwind und nicht einen Haartrockner. Und den schreibe ich natürlich h-los, FÖN. Seit der Rechtschreibreform 1996 darf man den auch mit einem H schreiben, was bei mir allerdings sofort Pickel im Gesicht hervorruft.
Vielleicht liegt es am Alter oder an dem rigorosen Orthographieunterricht in der Schule (weit vor den '90igern) oder an meiner empfindlichen Haut  - keine Ahnung.

Dabei hat sich eine clevere deutsche Firma nach der Erfindung des Haartrockners Anfang des letzten Jahrhunderts ganz frech und handgreiflich am meteorologischen Föhn zu schaffen gemacht, ihn seines H's beraubt, und in Anlehnung an seinen freundlichen warmen, trockenen Luftstrom ihr Produkt "Fön" genannt und als Markenzeichen eintragen lassen. (Diese sprachkreative Firma darf ihr Haartrocknungsprodukt übrigens auch heute noch so bezeichnen, trotz Rechtschreibreform).

Eigentlich wollte ich doch gar nicht über Marketing, Haarpflege, Rechtschreibreformen oder meine Allergieneigung  schreiben...

Fast eine Woche herrschte in den nahen Alpen eine Föhnwetterlage, die jeden Tag grandiose Ausblicke bot. Ich könnte Euch heute problemlos mit Föhnhimmelsfotos zuschütten, denn es bleibt nicht aus, dass man ständig stehenbleibt, staunt und zur Kamera greift.
Hier eine kleine Auswahl der Morgenbilder.



Doch auch nachmittags hatte man das Gefühl, dass der Säntis gleich hinter der Grenze liegen würde.



Gespiegeltes Gold lässt dann gleich auch Beton vergessen...


Nach einer Reihe von Aufnahmen bin ich dann immer von der Seite angestupst worden. Der Blick heißt dann wohl: "Hey, ich krieg gleich 'nen Föhn! Lass uns endlich weitergehen!"

      
Die Temperaturen in den Schweizer Föhntälern verhießen übrigens T-Shirt-Wetter...

verlinkt bei Katjas samstäglicher Himmelssammlung.

Donnerstag, 24. November 2016

Novembercollage

Der November letzten Jahres war absolut schrecklich, so sehr, dass ich mich vor dem diesjährigen ein bisschen gefürchtet hatte. Zwei alte Hundefreundinnen haben wir damals innert eines Monats verloren... Der Schmerz wird bleiben, so weiß ich jetzt.

Da wir in diesem Jahr genau Ende Oktober aus dem warmen Lissabon zurückkehrten, war der graue, kalte November wirklich wie ein kleiner Schreck - huch, es wird Winter!!
Aber der November versuchte uns dann, mit Goldlaub, Sonne, milden, lauen Winden und fantastischem Föhnwetter in den Alpen froh zu stimmen.


Nach einer Woche Großstadt haben wir die Natur natürlich sehr genossen. Wenngleich sich aber täglich aufs Neue Erinnerungen an den portugiesischen Herbst einschlichen (wie auch auf der Collage ;-).
Die Wahl in den Staaten ließ uns alle in der Familie aufschrecken, schließlich lebt die Tochterfamilie dort.
Gegen meine grauen, dunklen politischen Gedanken habe ich hier auf dem Blog lieber in heiteren Fotos aus Lissabon geschwelgt. Daheim gab es dann als Ausgleich bunte Farben auf dem Nähtisch.

Novembercollagen sammelt Birgitt auf ihrem Blog.

Sonntag, 20. November 2016

Sonntagssplitter # 41

"An dieser Stelle habe ich eine Bitte an unsere Fans:
Falls irgendjemand unter euch in irgendeiner Art und Weise
Hass auf Homosexuelle, Menschen mit anderer Hautfarbe oder Frauen hat,
bitte tut uns einen Gefallen:
Lasst uns verdammt noch mal alleine!
Kommt nicht zu unseren Konzerten
und kauft nicht unsere Platten!"

Kurt Cobain


Ein kleiner Nachtrag:
In den letzten Tagen habe ich Euch viel von Lissabon gezeigt. Was ich immer wieder dort sah, war, dass alte schöne, aber marode gewordene Fassaden mühevoll erhalten werden, während dahinter saniert und neuer Wohnraum geschaffen wird. Wunderbar: Traditionen erhalten und Neues erschaffen muss ja kein Widerspruch sein.


Allmählich bin ich in dieser Woche doch im mitteleuropäischen Herbst angekommen, allerdings noch nicht vom voradventlichen Dekorationsvirus angesteckt. Ich muss doch erst noch die hiesige Novemberstimmung wahrnehmen. So schnell wandelt sich gerade die Natur. Das Licht vermag noch ein bisschen zu zaubern.


Doch ehe man sich versieht, entblättert sich alles...


(Liebe M.- Judika, du hast da den Nerv absolut und wunderschön getroffen, mit dem Blatt meines Lieblingsbaumes. Ganz lieben Dank, ich bin ganz gerührt!)


Anfang November noch im roten Ornat, eine Woche später biege ich um die Ecke und - dahin ist der ganze Zauber...





Noch gab es erst wenige Nebeltage, die mir doch eigentlich so typisch für den November schienen.


Der diesjährige November ist leider geschichtsträchtig geworden. Eine neue Kerbe im Zeitstrahl, 11/9.... (zu deutsch 9. November).

Die Novemberstimmung verlinke ich bei Lottas Aktion "Bunt ist die Welt".

* Noch ein Fundstück aus dem Netz, zwar nur eine Werbung, aber irgendwie sehr anrührend. Davon in der Realität bitte mehr, ja?

Samstag, 19. November 2016

Kuschelhimmel gegen die Widrigkeiten des Lebens


Ein Stück des Lieblingshimmels ausschneiden, vorsichtig das zarte, leichte Gewebe ganz klein und fein zusammenrollen, in die Tasche stecken und heimlich über die Grenzen schmuggeln, so dass man ihn in grauen Momenten daheim herausziehen, ausbreiten und sich hinein kuscheln kann, ja, das ist es... Genauso habe ich es versucht.

Ihr ahnt, wo ich die kleine Schere gezückt habe, war er doch gar zu verlockend, als er von oben in den maurischen (naja, neomaurischen...) Palast hineinblickte.
Kein Wunder, dass ich ihn schon mehrmals ausgerollt habe. Der grauen Tage gab es in dieser Woche genug...


Obwohl ich die Kamera in den letzten Tagen kaum dabei hatte, konnte ich wenigstens zwei Morgenhimmel für Euch einfangen und das gefühlte Dauergrau korrigieren. Ein windiger Morgen und ein nasser.
Gerade der nasse Morgen präsentierte über den Alpen ein solch spannendes Farbspiel.
(Manchmal wäre ein "Making of" der Fotos witziger...der Kampf mit der vor Nässe zu schützenden Kamera, der flutschigen Hundeleine, die nicht entgleiten sollte, dem nassen, sich schüttelnden Hund, den Windböen und dem fiesen Regenschauer, mit der Kapuze des Regenmantels, die vom Wind runtergezogen wird - sehr lustig, das.... aber immerhin wenigstens ein kleines Foto! Der eine kämpft beim Fotografieren mit der Brennweite, der andere mit den Widrigkeiten des Lebens.
Gegen letzteres hilft dann nachher bei einer Tasse Tee der Kuschelhimmel über den Schultern.)


Mit einem lieben Gruß an Katja, die Raumfee.

Freitag, 18. November 2016

Wir gehen ein bisschen shoppen...

Stilvoll Fisch kaufen....
Mir ist aufgefallen, dass ich hier daheim kaum noch shoppen gehe. Liegt es daran, dass die Töchter, die liebsten Bummelbegleiterinnen, nun ausgezogen sind? Oder ist die Ursache darin zu suchen, dass die Zahl kleiner, traditioneller Läden in Konstanz zugunsten von Geschäften großer Ketten abgenommen hat? Die Stadt ist mittlerweile ständig voll aufgrund des Einkaufstourismus über die Grenze hinweg.
Wahrscheinlich spielen da alle Komponenten zusammen, dass die Einkäufe nur noch noch sehr zielbewusst und kurz sind. Genussvoll Bummeln geht anders.

Bei meinen früheren Besuchen in Lissabon war ich immer in Begleitung einer meiner Töchter, so dass natürlich nach dem kulturellem Programm  ausgiebig der Geschäftsbesatz der Stadt begutachtet werden musste.
In unserer diesjährigen Lissabonwoche haben wir uns nur die Rosinen rausgepickt. Mit Mann an der Seite ist das alles auch ein bisschen anders.... Mir war auch eher der Sinn nach kleinen, alten Läden mit landestypischen Produkten. Wie schön, dass es die hier noch gibt und auch noch feine neue hinzugekommen sind.
Ein paar wenige Rosinen will ich Euch heute vorstellen.

Meine Neuentdeckung war der "Embaixada Concept Store" mit zeitgenössischen portugiesischen Produkten. Design, Handwerk, Mode werden in einem restaurierten neomaurischen Palast aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt, der allein schon für sich den Besuch lohnt. Im Innenhof (der mich an einen marokkanischen Riad erinnerte) fand sich ein feine Gastronomie. Das prachtvolle Gebäude kann man an dem wunderschönen, grünen Praca do Principe Real gar nicht übersehen.


Die Casa das Velas Loreto, das Haus der Kerzen, gehört da eher zu den traditionsreichen Lädchen. Das Familienunternehmen stammt aus dem Jahr 1789. Hinter dem Tresen beginnt ein farb- und formenreiches Land tausender handgezogener Kerzen. Liebevoll wird man beraten auch wenn man nur eine einzige Kerze und einen Kerzenständer kauft.
Also nicht achtlos an der Rua do Loreto 53/55 vorbeilaufen.

 
Sant'Anna ist eine portugiesische Keramikfabrik, die 1741 als kleine Töpferei gegründet wurde. Im Wiederaufbau nach dem Erdbeben begann sie mit der Produktion von Azulejos.
An der Rua do Alcrim 95 kann man auch heute noch in die Welt der berühmten Kacheln eintauchen.

  
Wieder einmal war ich traurig, dass ich kein Portugiesisch beherrsche. Sonst wäre ich aus der ältesten Buchhandlung der Welt der Livraria Bertrand auf jeden Fall mit mehr als einem Buch herausgekommen. Allein die Titelbilder fand ich so wunderbar! Wenn man sich vorstellt, was seit dem Jahr 1732 in Lissabon und dem Rest der Welt so geschah... und doch konnte man in all den Jahren hier durchgehend seine Bücher kaufen. Beim Erdbeben 1755 wurde sie zwar zerstört, fand kurz ein neues Domizil und zog dann endgültig 1773 hier in die Rua Garrett 73 ein, wo wir sie auch heute noch finden.


 Das portugiesische Leben - A Vida Portuguesa, was für ein passender Name für diese neue Marke, die sich auch auf traditionelle, alltägliche Produkte besonnen hat, die vom Können und Einfallsreichtum des Landes zeugen. Von Schmuck über Sardinen, von Kinderspielzeug zu Textilien, wahrlich eine Fundgrube. Wir waren leider nur im Laden im Chiado Rua Anchieta 11, weil wir das schöne Geschäft am Largo do Intendente Pina Manique 23 am Ende eines anstrengenden Tages nicht gefunden haben. Aber immerhin flog die kleine schwarze Tonschwalbe, das Markenzeichen, in unsere Tasche, als Erinnerung fürs nächste Mal.

     
Und wo bummelt Ihr am liebsten? Habt Ihr eine Lieblingseinkaufsstadt?
 

Sonntag, 13. November 2016

Mustergültiges - Azulejos [Sonntagssplitter # 40 ]


"...nicht nur in der Zeit sind wir ausgebreitet. Auch im Raum erstrecken wir uns weit über das hinaus, was sichtbar ist.
Wir lassen etwas von uns zurück, wenn wir einen Ort verlassen, wir bleiben dort, obgleich wir wegfahren.
Und es gibt Dinge an uns, die wir nur dadurch wiederfinden können, dass wir dorthin zurückkehren.
Was könnte aufregender sein, als ein unterbrochenes Leben mit all seinen Versprechen wieder aufzunehmen?"

Pascal Mercier (Nachtzug nach Lissabon)
  


Nachdem wir gemeinsam die Metrostationen Lissabons bewundert und gesenkten Hauptes über das Pflaster der Stadt gelaufen sind, gehen wir heute mal oberirdisch mit wachem Blick zu allen Seiten.
(Und wer bei der Advent Mail-Art teilnimmt, findet hier gewiss Inspirationen...).

Wenn man durch Lissabon schlendert, scheinen sie allgegenwärtig zu sein, die Azulejos, die gekachelten Kunstwerke, an den Hauswänden, in den Hauseingängen, in Kirchen und Klöstern, in Restaurants, einfach überall. Der Stil der (meist) quadratischen, bemalten und glasierten Kacheln hat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt und die Zeitgegebenheiten gespiegelt.





Ursprünglich kommt das Wort "Azulejo" aus dem Arabischen, denn es waren die Mauren, die diese Kunst aus dem arabischen Raum mit auf die iberische Halbinsel brachten, die sie im Mittelalter teilweise besetzt hielten. Damals wurden Azulejos vor allem in Andalusien zum Schmuck spanischer Paläste hergestellt.
Auf einer Reise nach Saragossa, Toledo und Andalusien entdeckte sie der portugiesische König Dom Manuel I. und entschied, sie auch in seinem Palast in Sintra anzubringen.


Die Herstellung dieser maurischen inspirierten Mosaike und Kacheln änderte sich im 16. Jahrhundert durch die Erfindung der Majolika-Technik. Nun konnten ganze Bildzyklen auf die Kacheln gemalt werden.




Zunächst waren die Azulejos das Privileg des Adels und des Klerus, die mit diesen das Innere von Palästen, Kirchen und Klöstern teuer und aufwändig schmücken ließen.







Wenn man in Lissabon ist, sollte man nicht den Besuch des Azulejo-Museums (Museu Nacional do Azulejo) versäumen, allein das Konvent da Madre Deus, in dem das Museum untergebracht ist, lohnt den Abstecher. Hier kann man die Geschichte der Azulejos detailliert nachvollziehen.
Weiterer Tipp: das Stadtmuseum (Museu do Cidade), klein, aber fein - ein früheres Sommerschlösschen, also auch nicht altstadtnah, aber mit der Metro zu erreichen - mit einer traumhaften Azulejo-Küche (siehe obiges Foto)
Im Azulejo-Museum wird noch weiter fleißig gesammelt, gerettet und wieder in Stand gesetzt.


Im 19. Jahrhundert schließlich wanderten die Azulejos von den Innenräumen auf die Fassaden der Gebäude. Jede Epoche setzte hier wieder neue Akzente.




Selbst die Pfeiler der Schnellstraßenbrücke sind modern gekachelt...


Na, Inspirationen entdeckt?