Montag, 29. Juni 2015

12tel Blick im Juni

Früh am Morgen bin ich am Seeufer unterwegs, um meine Fotostandorte aufzusuchen. Viel hat sich nicht getan. Der Wildwuchs wird mir wohl bald die Aussicht zugewuchert haben.


Der Seewasserspiegel ist noch ein Stück gestiegen und hat die Tretboote weiter nach oben an das Ufer geschoben. Zum Tretbootfahren hat niemand Lust? Nunja, nicht morgens um kurz vor acht.
Es wird Zeit, mal wieder am Nachmittag hier vorbei zu schauen.


Während sich in den ersten Monaten ständig etwas veränderte, ist der Sommer doch eher statisch.
Etwas genauer könnt Ihr die Unterschiede hier sehen.


Morgens ist man hier fast alleine. Die Entenfamilie glaubte sich auch ungestört und findet den Lockenhund und mich ziemlich fehl am Platze.


An meinem ersten Fotostandort kann man jetzt eine ruhig Kugel schieben. Vielleicht holt sie der Froschkönig hoch, wenn sie in den See rollen sollte, wer weiß?


Um zum Vogelhaus zu gelangen, habe ich den nächtlichen starken Regen abgewartet, der das sehr hohe Gras niedergedrückt hatte. So konnte ich den schmalen Trampelpfad nutzen. Die Jeans war nachher zwar nass, aber was tut man nicht alles für sein Monatsfoto...


Vielleicht hat jemand bis Mitte Juli ein Einsehen und mäht die Wiese.



Tabea sammelt am 30. wieder alle 12tel-Blick-Fotos dieses Monats. Vielen Dank!


Sonntag, 28. Juni 2015

Wochenperlen XXVI.....



Den Juni richtig wahrgenommen oder etwas Wichtiges versäumt? Bis Dienstag besteht noch die Möglichkeit des Nachholens... (Fortsetzung im Juli ist auch willkommen!)
Das konnte ich diese Woche  noch abhaken:
- Junimuster entdecken, z.B. in den Feldern
- Gras und Gräser wachsen sehen, gemähtes Gras riechen, Vielfalt bestaunen
- eigene Kräuter ziehen, z.B. den Borretsch, ernten und in den Kochtopf wandern lassen
- Schmetterlinge beobachten
- Wiesenblumen pflücken und versuchen, sich ein paar Namen zu merken
- erste Lavendeldüfte genießen
- Steinmandl bauen  (weniger perfekt als diese, aber immerhin)
- die Nase in Rosenblüten stecken
- die Badesaison eröffnen (lassen)
usw.    




Ach ja, und die wunderschöne Rosensorte, deren Namen und Geschichte Astrid uns Anfang Juni auf ihrem Blog hier so interessant nahe gebracht hatte, habe ich nun im großen Rosengarten auch endlich gefunden, ehe sie verblüht ist.
Sag einer, man lernt beim Bloglesen nichts...


Samstag, 27. Juni 2015

In heaven - Junikind

Dieser Himmelswochenschnitt kann sich sehen lassen. Mit dem blauen Himmel verzog sich die Kälte und die frisch frisierten Schafe brauchen nicht mehr zu schlottern. Auch der Kamin darf jetzt wieder in die Sommerruhe gehen.


Noch fehlen mir vier Tage, um den Junihimmel zu vollenden, aber er sieht ja schon musterhaft aus. Was für ein Fortschritt Richtung Sommer und welch ein Unterschied zum Maihimmel (die anderen Monatshimmel). Klar, als Junikind bin ich da eh nicht neutral, Juni ist immer wunderbar....


Die Wolken nutzten die blaue Spielwiese zu lustigen Experimenten. Mal ein Dreieck, mal Wolle, mal Sahne, mal Farbkasten... Als Hans-guck-in-die-Luft durfte man seiner Fantasie freien Lauf lassen.


Meine Favoriten sind und bleiben aber die Morgenhimmel. Hunderunden am Morgen sind einfach formidabel (es gibt allerdings durchaus Ausnahmen, die blende ich aber nun einfach mal aus...).



Natürlich bietet der See hierzu stets eine grandiose Kulisse und gewinnt durch die Alpennähe spannende Wetterstimmungen.
Hier am See wachsen ja sogar die Steinmänner (Steintürme) bis zum Himmel.


Den schönsten Steinturm konnte ich leider nicht fotografieren. Gerade als ich die Kamera zückte, setzte sich ein zartes kleines Vögelchen auf den obersten Stein und brachte das harmonische Kunstwerk tatsächlich zum Wanken und Einstürzen. Menno - da war ich ein paar Sekunden zu spät am Auslöser.

Katja hat bestimmt noch eine Menge toller Himmelsstimmungen in ihrer samstäglichen Sammlung.


Donnerstag, 25. Juni 2015

Pseudolassi

 लस्सी
Lassi, das indische Joghurtgetränk, liebte ich sehr, bis mir die Laktoseunverträglichkeit den Verzicht aufzwang.
Statt auf alles Mögliche zu verzichten oder auf die laktosefreie Variante (falls überhaupt erhältlich) auszuweichen, finde ich immer mehr Gefallen an veganen Gerichten und Lebensmitteln.

Die köstlich duftenden Erdbeeren und der neugierig eingekaufte Seidentofu, der nach Küchenexperimenten verlangte, gingen heute eine Verbindung ein, die mein neuer Lieblingslassi werden könnte.



für ein Glas:

100 g Seidentofu
100 ml Wasser
100 g Erdbeeren
Agavendicksaft oder anders Süßungsmittel nach Geschmack.



Seidentofu mit Wasser pürieren (ich habe noch 1/2 Tl von der Gewürzmischung Herbaria Portofino hinzugefügt). Klein geschnittene Erdbeeren dazugeben und ebenfalls pürieren, Mit Agavendicksaft nach Wunsch süßen.
Fertig.

Meine rotblühenden Erdbeerpflänzchen schenken nur Naschbeeren. Für den täglichen Erdbeerverbrauch reicht das nicht aus... Aber immerhin ist es auch ein Augenschmaus.

 

Sonntag, 21. Juni 2015

Sommeranfang am See

Noch ballen sich Regenwolken über dem Bodensee, aber er ist gut vorbereitet und hat in den vergangenen Wochen immer wieder vorsommerliche Übungseinheiten absolviert.
Die Boote sind schon längst zu Wasser gelassen.  



 

Die Wasservögel flanieren schwimmenderweise, wenn sie nicht gerade brüten oder die Kükenschar versorgen müssen.


Zeit für eine Runde im See. Letztes Jahr schaffte es der braune Retriever noch, seine Bahnen zu ziehen, dieses Jahr sind die Steine am Ufer zu glatt und rutschig für den unsicher gewordenen Gang.


Hier darf der Lockenhund endlich das tun, wofür er gezüchtet wurde. Nur muss er mit dem Apportieren von Bällen und dem Dummy anstatt von Enten vorlieb nehmen.


Lottas Fotoaktion "Bunt ist die Welt" nimmt diese Woche die sommerlichen Freuden im, auf und am Wasser ins Visier. Hoffentlich schickt sie uns dafür auch die passenden Sommertemperaturen an den See zurück.

Wochenperlen XXV....

"Ich bin nämlich eigentlich ganz anders,
aber ich komme nur so selten dazu."

Ödön von Horváth



Meine "Eigentlichs" der Woche 

Eigentlich bin ich kein Schneckenfan, trotzdem trage ich sie öfters mit ihrem Haus über den Weg, damit sie heil auf der anderen Seite ankommen - als Versuch der Karmaverbesserung - , und bewundere in der freien Natur ihre Turnkunststücke in den hohen Brennesseln. Fotografieren, ohne sich bücken zu müssen, ist natürlich weniger sportlich...

Eigentlich umgebe ich mich gern mit Blumen und Pflanzen aller Arten, aber Gartenarbeit ödet mich meist recht schnell an.

Eigentlich liebe ich den See, nur drin schwimmen mag ich nicht wirklich. Nein, auch nicht darauf segeln.

Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Parfüm, sondern reagiere eher allergisch darauf, aber in Rosenblüten muss ich sofort meine Nase hineinstecken.

Eigentlich finde ich als Junikind das Johannifest spannend, pflücke jedes Jahr pünktlich das Johanniskraut, war aber nur ein einziges Mal bei einem Johannifeuer dabei.

Eigentlich störe ich Ärzte nicht gern am Wochenende, aber Kinder und Hunde werden mit Vorliebe an Samstagen und Sonntagen krank; meine sind da keine Ausnahme. (Eigentlich kann ich nicht singen, stimme jetzt aber ein Loblied auf meine Tierärztin an...)

Eigentlich hätte ich den Kaisermantel ja erkennen müssen, aber Schmetterlingsnamen flattern aus meinem Gedächtnis fast so schnell, wie ihre Namensträger aus dem Focus meiner Kamera.



 

Samstag, 20. Juni 2015

In heaven - Schafskälte?

Die Himmelsschnitte täuschen ein bisschen über die Temperaturen hinweg. Es fühlt sich ein wenig wie Schafskälte an, die aber nicht so rasch und pünktlich weichen will.
 

Himmelsgrau ertrage ich am ehesten in Seenähe, ohne melancholische Anwandlungen zu bekommen.
Ups, eigentlich wollte ich gerade den Himmel fotografieren...


Morgendliche himmlische Stimmungsschwankungen.




Himmelsblau lässt sich aber auch gut an Gewässern ertragen.  (Falls Euch bei meinen Fotos diese komischen kleinen Punkte irritieren - Mücken hat es hier dank der Nässe aller Orten,)


Doch die nächsten Tage werden uns vom Gießen im Garten entbinden, meine Stangenbohnen in die Höhe schießen und mein Rosenbäumchen wohl zum Aufgeben neigen lassen.


Frieren die Schafe unter Katjas anderen Himmeln auch?

Freitag, 19. Juni 2015

Bienenstrauß - *Flowerday*

"Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister,
 und Bienen die anderen, die daraus den Honig sammeln."

Christian Morgenstern

Büschelschön (Bienenfreund), Kornblume in blau und rosa, Ringelblume (Calendula), Malve, Gelbsenf... die Bienentrachtwiese steht in voller Blüte. Ich kann einfach nicht daran vorbei, ohne zu fotografieren und....
Da die Blütenpracht gerade so riesig ist, habe ich Euch eine kleine Auswahl aus einer Vielzahl verschiedenster dort blühender Trachtpflanzen mitgebracht.


Etwas Blaues, etwas Altes, etwas Gefundenes...
Den Krug haben wir vor vielen, vielen Jahren von einer Winterreise auf die Insel Amrum mitgebracht. Ich mag ihn ganz besonders gern, deshalb steht er stets sichtbar.
Das schöne Holzstück fand ich letztes Jahr im Wald.

Aber zur Bienenweide nehme ich Euch auch schnell noch mit. Überall summt und brummt es...




Der Senf ließ den Kopf etwas sinken. Dafür hat mich "Pinkie" etwas schlauer gemacht: dass es rosafarbene Kornblumen (Hybriden) gibt, wusste ich vorher gar nicht.
Irgendwie sieht der Strauß prall und wild aus, naja, so wie die Wiese halt auch...



Ich bin gespannt, was als nächstes aufblühen wird. Die Sonnenblumen sind auf jeden Fall im Kommen.


Wie jeden Freitag bietet Helga (holunderblütchen® ) allen Blumenfreunden eine Gelegenheit zum Austausch.

Sonntag, 14. Juni 2015

Wochenperlen XIV....

"The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it."

"Das Problem mit einem offenen Geist ist, natürlich, dass Leute darauf bestehen werden, anzukommen und zu versuchen Dinge hineinzustecken."

Terry Pratchett 




*Gestaunt: über die ersten roten Kirschen.

*Gelacht: auf der Parkbank schlafen, im Liegestuhl chillen, so lässt sich der Park am See genießen...

*Gelaufen: durch eine hüfthohe nasse Wiese für ein Foto

*Geblendet: vom Farbflash

*Gefragt: und wie finden kleine Hunde jetzt hier wieder heraus?

*Gesehen: unzählige zarte Libellen...

*Gefunden: Open your mind? Wäre doch ein Motto für die nächste Woche

*Gedacht: irgendwann steige ich einfach ein und rudere auf den See hinaus, einfach zu verlockend...



 

Samstag, 13. Juni 2015

In heaven - blau oder nicht blau...

Ab und an muss auch der Juni sich mal kurz hängen lassen. Man kann ja nicht ständig blau machen.


Wenn im Juni der Himmel nicht blau ist, dann...
- ist es morgens einfach nur diesig über dem See. Ein bisschen Geduld und der Vorhang geht gleich auf.


- kann man sich von der Hoffnung tragen lassen, dass der kleine Vorwitz doch durch den dicken Wolkenflaum durchlinsen will, um zu schauen, welche Farbe der See gerade hat.


- hört man vielleicht schon von ferne ein Donnergrollen und kann sich damit abfinden, dass Wolkenschauspiele wunderschön sein können.


- dann sitzt man vielleicht abends auf der Terrasse und erfreut sich an kitschfarbenen Sonnenuntergängen.


Und falls es heute regnen sollte, so sagt die Bauernregel: "Regnet's am Antoniustag, wird's Wetter später wie es mag." (Ahnten wir es doch...)

Wer mehr Himmlisches mag, schaut heute bei Katja vorbei.

Freitag, 12. Juni 2015

12 von 12 im Juni

Puh, 29 Grad... Da beginnt man den Tag gerne mit einer Hunderunde in Seenähe. In mehrfacher Hinsicht himmlisch.
Der Lockenhund darf auch mal kurz ins Wasser, an einer wassergeflügelfreien Stelle natürlich...
Jetzt kann ich nach meinen Fotostandorten für den 12tel-Blick schauen, hier unten ist nämlich noch nichts los. Ab Mittag wird es hier bestimmt voll.
  

Daheim will endlich der Ficus umgetopft werden und dann stehen auch noch Einkäufe an. Schnell los, bevor es noch wärmer wird. Zeit für eine Tasse Kaffee sollte aber noch sein.  


Bei der Hitze ist mittags für die beiden älteren Hunde nur eine kleine Minirunde im Wald drin. Die beiden sind froh, wenn sie wieder im Kühlen sind.
Quiltzuschnitte für Töchterchens Geburtstagsquilt liegen schon bereit. Die Stoffe sind kein Geheimnis, die hat sie selber ausgewählt. Aber das Muster wird nicht verraten. Momentan bin ich eh noch beim Zuschneiden.
Wie jeden Tag begebe ich mich noch an eine Aufräum- und Ausmisteaktion. Schrank für Schrank, Schublade für Schublade. Was sich da angesammelt hat!!! Manches fällt leicht zu entsorgen, an anderen Dingen hängt das Herz -  mal mehr, mal weniger.... Die lustige Tüte aus Lissabon? Hhm. Wird nicht weggeworfen, sondern im Nähzimmer jetzt meinen Papiermüll sammeln.


Apropos werfen - Schnell noch einen Blick in den Garten werfen. Seit zwei Wochen verschiebe ich ständig, die Rucola auszusäen. Dafür blüht ansonsten alles wunderbar.
Jetzt fahre ich zur Behandlung des braunen Retrieverrückens zur Physiotherapie.  Ja, es gibt auch Tierphysiotherapeuten. Der braune Retriever geht leidenschaftlich gern dorthin.
Ob es heute abend noch ein Gewitter geben wird? Ich werde mir in Downton Abbey derweil meine Unterhaltung fürs Bügeln abholen. Leider fehlt mir das Personal für diese Arbeiten (Dort werden ja sogar die Zeitungen gebügelt ;-)


12von12 ist eine Aktion von Caro (Draußen nur Kännchen).

Freitagswiesenblumen

Derzeit stehen im Haus überall Blumensträuße: ein großer Geburtstagsblumenstrauß, ein weißroter Bartnelkenstrauß, an dem ich beim Spargelkauf nie vorbei gehen kann und zwei bis drei Wildblumenversammlungen.
Jeden Tag wollen die gepflückten Wiesenblumen ausgelesen, ergänzt, geordnet und mit frischem Wasser versehen werden.
Dafür nehme ich sie mit an den Gartentisch. Lauter einzelne Schönheiten...derzeit überstrahlen die Wilde Malve und das am Waldrand gepflückte gelbe Löwenmäulchen die bunte Schar.


Die Kamille hält sich wacker, der Wiesensalbei bildet den blauen Hintergrund.


Die Platterbse hat jetzt leider schon die Blüten geschlossen, aber ich mag mich noch nicht von ihr trennen.


Am Rand des Feldes hat sie mich durch ihre edlen Farben und Formspiele so verzaubert.


Mal schauen, was ich heute auf den Hunderunden pflücke...  Vielleicht könnt Ihr es heute abend schon bei meinen 12 Fotos des heutigen 12. Juni sehen...

Derweil bietet Helga (Holunderbluetchen®)    den Blumenfreunden wieder am Friday Flowerday eine inspirierende Vielfalt.