Samstag, 31. Januar 2015

In heaven - Januarassoziationen mit Baiser

Grau - Blau - Grau - Blau... im rhythmischen Wechsel! Eine kleine Melodie im Himmelswochenschnitt.  


Auch wenn sich der Januar jetzt aufrafft, dem Winter die Tür aufzustoßen - es ist wohl zu spät für Schlittschuhlaufen auf dem See...
Aber um sich im fiesen kalten Wind Eisohren zu holen, dazu reicht es allemal.


Kann mir jemand sagen, warum dieser Himmel bei mir die Assoziation einer Baiserhaube auf einem Rhabarberkuchen weckte?



Naheliegender sind da doch eher die Himmelslocken frisch gekämmt mit der  Zweigenbürste...




und ein märchenhaft gespiegelter Himmel (schon wieder blau!), der die Fantasie sogleich in die eisigen nassen Tiefen zieht.


Was sich sonst noch so an Gedanken beim Blick zum Himmel in dieser Woche ergeben haben, erfahrt Ihr bei Katja.


Freitag, 30. Januar 2015

12tel Blick im Januar - Auf ein Neues!

Der 12tel-Blick ist eines meiner liebsten Blogrituale geworden: Einmal im Monat an meiner Aussichtsstelle einen Blick einzufangen und die Veränderungen wahrzunehmen, im Internet zu verfolgen, was sich getan hat an den Orten der anderen TeilnehmerInnen...
Wie schön, dass Tabea diese Reihe fortsetzt, denn solch ein Ritual ist wie ein Anker im monatlichen Alltag.

Irgendwie konnte ich mich bislang nie auf ein einziges Motiv festlegen. Beim 12tel-Blick 2013 bin ich mit dem Fotobegleithund ans Seeufer gelaufen und habe zusätzlich den temporären Litzelsee beobachtet.
2014 suchten wir verborgene Orte am Mühlenweiher und bei der Hügelbank auf.
Und 2015?
In diesem Jahr lasse ich Euch einmal im Monat den Anker am Bodenseeufer werfen. Noch scheint es dort recht einsam zu sein, ein fieser kalter Wind macht es ungemütlich. Ein paar Schneereste sind noch zu sehen, in den nächsten Tagen soll es wieder schneien. Ich bin mal gespannt, wie viel davon hier unten am Seeufer davon liegenbleibt.
 Im Wasser ist schon mehr los, sogar Flamingos hat es vor zwei Wochen hier an verborgenerer Stelle in der Nähe gegeben (nein, das ist kein Witz...).



Tja, und einen zusätzlichen 12tel-Blick-Ausschnitt könnt Ihr schon am Monatsanfang auf meinem Blog sehen... Das heißt, während die Seeuferfotos am Monatsende aufgenommen werden, begrüßt Euch dieses vom Monatsanfang immer auf dem Titel:


Wer sich hier einnistet, hat eine herrliche Wohnlage in einer Obstbaumwiese mit unverbaubarem Blick auf die Alpen, den Bodensee bzw. den Gnadensee und auf den Hegau. Absolut unbezahlbar für die meisten von uns. Vogel müsste man sein...  Aber wir sind doch auch ganz zufrieden, einfach nur hier am Baum zu lehnen und den Blick zu genießen, in die Runde und nach oben zum schönsten Vogelhaus weit und breit.

Am 30. jeden Monat sammelt nun wieder Tabea die Fotos aller TeilnehmerInnen auf Ihrem Blog.
Seid Ihr auch wieder mit von der Partie?


Donnerstag, 29. Januar 2015

Hallo, wer bloggt denn da? Hadassa von "Fragmentage"

Ein neues Jahr schreit nach einer neuen Idee... So dachte ich mir. Wer steckt eigentlich hinter den schönen feinen Blogs, die ich so gerne anclicke?
 Einmal im Monat werde ich Euch hier eine Bloggerin und ihren Blog vorstellen. Im nasskalten Januar begeben wir uns am besten südwärts zu Hadassa nach Israel.

Im Blog Fragmentage lese ich schon lange mit großer Freude mit und tauche ein in ein Leben in einem anderen Land und einer anderen Kultur. Hier finde ich auch immer wieder tolle Lesetipps. Danke, liebe Hadassa für deine Bereitschaft, die Reihe zu starten!




1.      Erzählst Du uns ein bisschen von Dir? Was machst du so, wenn Du nicht bloggst?


Geboren Ende der 70er und aufgewachsen bin ich im Schwabenland, nach dem Studium zog es mich nach Israel. Mitten im Land lebe ich mit Mann, Kind, Hund und Maus in einer Dreizimmerwohnung mit vier Balkons. Wenn ich gerade nicht blogge oder mit dem echten Leben beschäftigt bin, lese ich meistens. 



2.      Wie kommt Dein Blog zu seinem Namen? 

Oh, das war eine schwere Geburt. Mein Blog ist ursprünglich auf Wordpress unter dem Titel “Israel und ich” gestartet. Dort lief es anderthalb Jahre hauptsächlich mit sporadischen Textbeiträgen weitgehend unbeachtet vor sich hin. Anfang 2012 beschloss ich dann, dass ein ganz neues, thematisch offeneres Konzept her muss und zog auf eine bunte Blogpostoberfläche. Dort sollte Platz für all meine Ideen sein und vor allem für eine Sammlung aus ganz alltäglichem Kram. Fragmentage ist ein Kunstwort aus Fragmente und Collage, klingt auf Englisch ausgesprochen gar nicht doof, und das Wort Tage steckt auch noch drin, was den ursprünglichen Bloggergedanken aufgreift. 



3.      Wie hast Du zum Bloggen gefunden und worüber bloggst Du am liebsten? Spontan oder geplant?

Ich hatte damals gerade eine online ausgetragene Diskussion zum Thema Nahostkonflikt hinter mir und war ziemlich angefressen. (Seither habe ich gelernt, dass man manche Diskussionen besser vermeidet.) In dieser Stimmung entstand das Blog, zum Dampf ablassen, Gedanken sortieren und therapeutisch in den leeren Raum schreiben. Der Nahostkonflikt ist aber überhaupt nicht mein Lieblingsthema, inzwischen meide ich ihn sogar lieber im Blog, weil man der Thematik sowieso nie richtig gerecht werden kann, und schreibe dafür über die vielen schönen “normalen” Seiten des Lebens in Israel. Am liebsten mit Fotos und durch viele wiederkehrende “Fixpunkte” wie den Samstagskaffee, die 12 von 12 oder die wöchentlichen Lesethemen schon eher geplant, würde ich sagen. Die emotionalsten Beiträge entstehen aber immer ganz spontan, direkt aus meinem Gedankenkarussell. 



4.      Du wohnst in Tel Aviv. Ist die Stadt für dich Heimat oder wie verortest du diesen Begriff?

Leider, leider arbeite ich nur in Tel Aviv. Da das Leben in der “besten Stadt” so teuer und der Wohnraum extrem knapp ist, leben wir schon lange nicht mehr dort, sondern in einer ziemlich lahmen Kleinstadt jenseits von Tel Aviv. Meine Tochter dagegen kennt keine andere Heimat und liebt unsere Stadt, und auch wir wissen ihre Vorzüge (schöne Parks, bessere Luft, Neubauwohnungen, viele Familien) mittlerweile zu schätzen.

“Heimat” ist für mich ziemlich abstrakt, hat aber viel mit grünen Wäldern, Bergen und saftigen Wiesen zu tun. Alles Dinge, die mir hier fehlen, obwohl ich Israel schon lange eindeutig als Zuhause wahrnehme.



5.     Verrätst Du uns deinen Lieblingsort in Israel?

Ein Gedi am Toten Meer.



6.      Was schätzt Du besonders an Deinem Leben in Israel?  

Die Menschen. Das Wetter. Falafel.


7.      Auf deinem Blog findet man viele Buchtipps und interessante Rezensionen. Welche Art von Literatur liest du am liebsten? Hast du einen ganz speziellen Büchertipp für uns?

Beim Lesen bin ich nicht festgelegt. Ich lese sehr gerne Jugendbücher, aber auch zeitgenössische Belletristik, Fantasy, historische Romane und klassische Krimis. Das schwankt bei mir je nach Laune und Lebensphase.

Unter den israelischen Autoren habe ich kürzlich Eshkol Nevo für mich entdeckt. “Neuland” wäre mein Buchtipp für jene, die sich ein bisschen an die israelische Mentalität rantasten wollen.




8.      Das Jahr ist noch ganz jung, was wünscht Du Dir für 2015?

Gesundheit vor allem.


9.      Welche Blogs inspirieren Dich?

Spontan? Die hier:

Holunder  ;-)



10.      Wenn keiner hinsieht, dann… 

… lasse ich oft den Teebeutel im Spülbecken liegen, weil ich zu faul bin, ihn in den Mülleimer zu werfen. Dabei weiß ich ganz genau, dass der Gatte das überhaupt nicht mag….


Zum Abschluss habe ich Hadassa gebeten, der Bloggerin, die im Februar vorgestellt wird, eine Frage mit auf den Weg zu geben:

H. : Nenne eine Entscheidung, die Du in Deinem Leben getroffen hast, die heute anders ausfallen würde, wenn Du die Zeit zurückdrehen könntest.

Ich hoffe, Ihr hattet genauso viel Vergnügen an den Fragen und Antworten wir ich. Schaut doch mal bei FRAGMENTAGE hinein!











Sonntag, 25. Januar 2015

Wochenperlen.... IV

Friert im Januar Stein und Bein,
könnte es der Winter sein...



Gefragt: Gab ich etwas zu voreilig letzten Sonntag die Farbprognose Weiß aus?
Gefunden: Kleine Winterfreuden unterwegs entdeckt
Gewundert: Schnee und Grün halten sich (noch) die Waage. Die Schneewolken scheinen bislang um uns herum gezogen zu sein.
Gefreut: Statt Weiß draußen ziert für ein paar Tage Tulpenweiß den Tisch.
Gewünscht: Das freundliche Pferd am Weg, auch in einen "Wintermantel" gehüllt, erinnerte mich daran, dass ich ja eigentlich schon immer ein Pferd haben wollte. (Die Erfüllung solcher Wünsche pflegt in der Regel ein bis zwei Generationen zu überspringen.)
Geärgert: Beim Anblick fürchterlich hergerichteter Waldstücke in unserer Gemeinde fiel mir ein Zitat ein, dass ich diese Woche bei Lotta fand: "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächtbeste Zeit ist jetzt." Aleksej Andreevic Arakceev.  Leider weiß man davon hier nichts...
Gesucht: Ist dieser Migros-Parkplatz nur für mich reserviert  Wo sind die Schweizer?  In Konstanz (und anderen grenznahen Orten) beim Einkaufen...



Samstag, 24. Januar 2015

In heaven - Krähenhimmel

Wenn man im Einheitsgrau dieser Januarwoche die Auswahl hätte, würde man doch unverzüglich zum einzigen, morgendlichen Lichtblick (Tag drei der Wochenschnitte) greifen...


und ihn ganz fest ans Herz drücken oder sich drin einhüllen. Wie gut, dass die Wellen des Sees aus dem Lichtschein noch ein feines Geschmeide gewoben haben. Das muss jetzt erst einmal reichen.


Denn: Schluss! Jetzt wird nicht mehr über den Hochnebel gejammert!
Wenn die Farbe aus der Welt gewichen scheint, suche nach den Freunden mit dem nichtfarbenen Kleid, die sich in den Wipfeln zur kurzen Morgenversammlung treffen. Die geben sich gutgelaunt.

Die Krähe
Die Krähe lacht. Die Krähe weiß,
Was hinter Vogelscheuchen steckt,
Und dass sie nicht wie Huhn mit Reis
und Curry schmeckt. 


Die Krähe schnupft. Die Krähe bleibt
Nicht gern in einer Nähe.
Dank ihrer Magensäure schreibt
Sie Runen. Jede Krähe.


Sie torkelt scheue Ironie.
Flieht souverän beschaulich.
Und wenn sie mich sieht, zwinkert sie
Mir zu. Doch nie vertraulich.

Joachim Ringelnatz



Mit Herrn Ringelnatz gen Himmel schauen, ist immer eine Freude.
Wer mehr über Krähen- und Rabenvögel wissen möchte, schaut hier hinein.
Ob es auch andere Farben als Grautöne in dieser Woche gab, erfahrt Ihr bei Katja.

Ein schönes Winterwochenende!

Freitag, 23. Januar 2015

Zucchini-Brot aus Vermont

Dass Brotbacken zu meinen Leidenschaften gehört, wisst Ihr vielleicht schon. Aber manchmal bin ich ja froh, wenn ein wunderbares Brot meines Lieblingsbäckers im Kasten liegt, und ich nicht unbedingt backen muss. Denn gut´ Brot will Weile haben...
Aber das gestrige Dauergrau schrie förmlich nach einem leckeren Brotduft im Haus, so dass ich mich zu einem schnellen süßen Zucchinibrot nach einem Rezept aus Vermont  entschloss.
Vermont, auch Green Mountain State genannt, ist Heimat unseres amerikanischen Familienzweiges. Dort, wo ein Winter noch ein richtiger Winter ist und Temperaturen unter -30 Grad keine Seltenheit.



Dass dies ein Originalrezept ist, seht Ihr an den Maßen, denn hier wird mit Cups (Tassen) gerechnet. Wer keinen Maßbecher mit Cup-Angaben im Hause hat, misst in Milliliter: 1 Cup entspricht ca. 240 ml.
(Wenn Ihr das Rezept verdoppeln wollt und gleich zwei Laiber backen möchtet, dann nehmt 3 große Eier).

2 kleine Eier, leicht geschlagen
1/2 cup Rapsöl oder ein anderes pflanzliches Öl
Ein Tütchen Vanillezucker
1 1/2 cup Weizenmehl
1 cup Zucker (wer es nicht so süß haben mag, nimmt weniger)
1/2 TL Zimt
1/2 TL Muskat
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1/4 TL Backpulver
1 cup pürierte, ungeschälte (ungekochte!) Zucchini
Optional
1/2 cup Rosinen, zerhackte Walnüsse oder Schokoladenflocken

Heize den Backofen auf 180 Grad Celsius auf. Fette eine Kastenform ein.

Verschlage die Eier mit dem Öl. Püriere die Zucchini (bei mir 1 1/2, erst in der Küchenmaschine kleingehäckselt und dann püriert).
Vermische Mehl, Zucker, Gewürze, Natron und Backpulver. Füge die Mehlmischung zu den flüssigen Zutaten und verrühre sie. Gebe das Zucchinipüree und evtl. die optionalen Zutaten dazu und mische alles gleichmäßig zusammen.
Den Teig in die vorbereitete Kastenform gießen und ca. 60 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob das Backwerk fertig ist.
Nach dem Backen für ca. 15 Minuten in der Form auskühlen lassen, bevor das Brot aus der Form genommen wird.
Vor dem Servieren vollkommen erkalten lassen.

Ein feines Brot fürs erste oder zweite Frühstück oder als Begleiter für den Kaffee.
Und sowieso gut für das Gewissen: immerhin ist ja Gemüse drin....

Für das nötige Vermont-Feeling:

Vermont, Zucchinibrot, Zucchini-Brot, Brotbacken, einfaches Brotrezept, süßes Brot 



Mittwoch, 21. Januar 2015

Balance



Wer Außerordentliches sehen will, muss auf das blicken,
was die anderen nicht beachten.
Liä Dse 

Am einsamen Seeufer bei Schneeregen und fiesem kalten Wind Unerwartetes gefunden, gestaunt und ausbalanciert heimgekehrt.











Sonntag, 18. Januar 2015

Wochenperlen.....III

"Bunt ist meine Lieblingsfarbe."
Walter Gropius

Im Januar brauche ich Tulpen. Der Farbhunger dieser Woche ließ zu kräftigen Tönen greifen. Auch am Nähtisch...
Der Winterhimmel log mit Blau den Frühling herbei und verschwendete am Abend sein Gold. Weitere Farbnahrung. Lecker.
Noch immer bin ich auf der Suche nach dem 12tel-Blick-Motiv, das farbiges Potential bieten sollte. Derweil habe ich Bäume für "Lottas bunte Welt"  eingefangen (meine stehen heute hier in meinem Fotoblog.)

Meine Farbprognose für die kommende Woche: Weiß....


Samstag, 17. Januar 2015

In heaven - Januargold

Gutgelaunt in blauer Stimmung wölbte sich der Himmel der letzten Woche über dem See. Und hätte ich nicht ganz gegen jede Gewohnheit meine Kamera daheim gelassen, wäre mir nicht an einem Nachmittag ein grandioser Regenbogen entgangen. Nun ja, entgangen ist er ja nur meiner Kamera. Mein Auge hat ihn genossen...


Morgendliches Grau schiebt leicht den Schleier zur Seite, lässt eine Ahnung hindurch, um gleich 
den Vorhang für eine Stunde wieder fallen zu lassen. So wird die Spannung hoch gehalten und im Laufe des Tages mit wolkengeschmücktem Blau aufgelöst. 


Dieses Abendgold scheint das Geschenk des Januars zu sein. Reichlich und gleichmäßig für alle verteilt, jeder kann sich nehmen, so er mag. Nur nicht mit Händen zu greifen. Ein wahrer Schatz.



Katjas samstägliche Himmelsrunde hat bestimmt weitere Schätze vorzuweisen.

Freitag, 16. Januar 2015

ψωμί



Na, ist er gegangen, der Teig? Neugieriges Tuch- oder Deckellupfen gehört doch zur Brotbackspannung. Treibt einen Regen, Schnee und Kälte ins Haus, hockt es sich doch gut vor dem Backofenfensterchen, um dem Gelingen des eingeschossenen Brotes zu folgen.
Leckere Düfte breiten sich in der Küche aus und ziehen alle Mitbewohner (samt der Vierbeinigen) magisch in Ofennähe.
Als die Kinder klein waren, haben wir viel selber gebacken. Irgendwie ging die Gewohnheit verloren, bis die Töchter selber die Backschüsseln an sich rissen.
Seit zwei Jahren lebt die Backleidenschaft aber wieder auf, vor allem, seitdem ich von meiner Laktoseintoleranz weiß. Und wenn man erst einmal wieder selbst gebackenes Brot auf dem Teller hatte, dann mag man es auch nicht mehr missen.

Meinen Lieblingsbackblog fand ich bei Lutz Geißler, der dieses Rezept für ein griechisches Brot zu seinen Favoriten zählt. Da stimme ich zu, erinnert es mich doch so herrlich an Urlaube an der Ägäis, dass ich immer gleich die doppelte Menge verbacke.
Was gibt es Schöneres, als sich beim fiesen, nassen Januargrau ein bisschen in den Süden zu träumen.




ψωμί - Griechisches Brot mit Sesam

Zutaten für zwei kleine Brote
Vorteig:
60 ml warmes Wasser
20g frische Hefe
350 g Weizenvollkornmehl
180 ml zimmerwarme Buttermilch (m: laktosefreie Buttermilch)

Hauptteig:
Vorteig
250g Weizenmehl Type 550
150 ml zimmerwarme Buttermilch (m: laktosefreie Buttermilch)
12 g Salz
20 ml Honig oder Ahornsirup
50g selbst gerösteter Sesam
2 Tl Butter (m: laktosefreie Butter)
heller und dunkler Sesam zum Bestreuen



Für den Vorteig die Hefe im warmen Wasser auflösen und mit dem Mehl und der Buttermilch in einer Schüssel vermengen.
Eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Für den Hauptteig den Vorteig und alle weiteren Zutaten bis auf die Butter mit der Küchenmaschine fünf Minuten auf niedrigster und weitere fünf Minuten auf der nächsthöheren Stufe kneten.
Dann die Butter zugeben und weitere fünf Minuten weiter kneten.

Eine Stunde gehen lassen, dann den Teig teilen und zwei Brotlaibe formen. Diese in zwei Gärkörben (bei mir ein länglicher und ein runder) 45 Minuten zur Gare stellen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Zudem stelle ich einen ofenfesten Behälter mit Wasser auf den Backofenboden.

Die Brotlaibe aus den Gärkörben stürzen und vor dem Einschießen mit Wasser bestreichen, mit Sesam bestreuen und mit drei tiefen Schnitten quer zur Längsachse einschneiden. (m: Bei der runden Variante  bin ich dann kreativ schneidend verfahren.)

Bei 200 Grad 10 Minuten mit Dampf backen, danach das Wasserschälchen aus dem Ofen nehmen und 30 Minuten weiter backen.

Ich backe das Brot auf einem Brotbackstein und schiebe die Laibe auf Backpapier mit einem
Brotschieber ein. Aber es funktioniert auch ohne Backstein. Einfach ausprobieren!

Lasst es Euch schmecken!




Mittwoch, 14. Januar 2015

Januartag

"Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will."
Henri Matisse  

Auch wenn uns der Winter in allen Bereichen mit langen Schritten wieder einholt, nehmen wir ein Stück des Frühlings mit, den wir an einem sonnigen, warmen Januartag treffen durften. Wir packen ihn sorgsam in unsere Jackentasche und wärmen uns dran, wenn wir uns im nächsten Schneegestöber gegen den fiesen eiskalten Wind stemmen.
Irgendwann wird er kommen  - der Frühling. Überall.

"Podrán cortar todas las flores, pero no podrán detener la primavera."
Pablo Neruda





Montag, 12. Januar 2015

12 von 12 im Januar

Der erste Zwölfte in diesem Jahr...


Hunderunde mit Ausblick und Entsorgungsstelle


Nicht jede vorgegebene Richtung ist richtig (dieser zeigt eh nur wieder, wo abgeholzt werden soll, was hier in viel zu großem Maße getan wird).
Daheim Brotteig ansetzen (griechisches Brot mit Sesam).


Während der Teiggare Hunderunde mit den Senioren einschieben.
Brotgerüche genießen und Gelungenes aus dem Ofen ziehen.


 Frühlingshafte Farben ins Haus holen und sich an Tochters Nadelbild erfreuen.


Quiltplanungen und -berechnungen angehen (von yard und inch ins deutsche Maßsystem...)
und das Zuschneiden beginnen.


Auf abendlicher Hunderunde den Blick bis zu den Bergen schicken und die Motorhaube als Spiegel entdecken.

Mehr vom Zwölften gibt es bei Frau Kännchen zu sehen.