Donnerstag, 31. Oktober 2013

Oktoberabschlussbraun

Wenn sich Regengüsse, Ostwind und Fingerkälte miteinander verbünden, weckt Herbstbraun eher meine melancholschen Gefühle.
Doch der Oktober verabschiedet sich hierzulande gerade gemeinsam mit der Sonne, um noch einmal seinen Beinamen, den Goldenen,  zu beschwören.
Was für eine faszinierende Welt der Brauntöne tut sich da plötzlich auf, getaucht in Licht und Gold. Sogar das Fell meines Schokoladenhundes bekommt in der Oktobersonne einen goldenen Schimmer.
Ciao Oktober! Es war richtig toll mit dir!!







Nic von Luziapimpinella hat mit dem Fotothema "Braun" den Abschluss der herbstlichen Farbreihe im Oktober gesetzt.

Vom Kalender gerade einen kleinen Stups bekommen, der mich wohl erinnern soll, dass sich an dieser Stelle gerade mein allererster Blogeintrag hier zum zweitenmal jährt, freue ich mich über alle lieben Blogleserinnen und -leser, die heute in meinen Blog hineinschauen. Wie schön, dass es Euch gibt!!
Danke für Eure lieben Kommentare!!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rabenschwarz


"Krähen bleiben mysteriös, ohne exotisch zu sein, was ein sehr seltenes Phänomen ist."
"Die Kulturgeschichte des Menschen vollzieht sich unter der Beobachtung der Krähen."

Eine Aura von Übel, Verrat und Tod werden von Mythen und Volksmund den Rabenvögeln zugeordnet. 
Dabei sind es doch soziale, hochintelligente, lernfähige, spielverliebte Flugkünstler, die gar Aktionen im Voraus zu planen vermögen. Ihren üblen Ruf habe ich noch nie nachvollziehen können. So bin ich diesem neuen Büchlein gleich verfallen gewesen.
 Ist sie auch im Dunkelgrau versteckt, erkennen doch meine Finger über den wunderschönen Einband streichend die schwarze Krähe, die sich dort abzeichnet.  

Cord Riechelmann, Biologe und Philosoph, führt den Leser in seiner rabenschwarzen Natur- und Kulturgeschichte auf kurzen, spannenden Wegen durch die Rabengeschichte, vorbei an den Germanischen Sagen, mit Odin, dem Rabengott, bis hin zu Hitchcock, der unheimlichen Nebel, Grauen und das Krächzen der Raben mit Zelluloid aneinander band..
Wer hätte es geglaubt, Rabenvögel gehören zu den Singvögeln und sind dadurch seit 1979 vom Europäischen Parlament vor jagdlichen Nachstellungen geschützt.

Schade nur, dass es ein Kurzportrait ist, so gerne wäre ich den interessanten Ausführungen weiter gefolgt. Auf jeden Fall schaue ich jetzt mit noch mehr Freude zu den schwarzen Gesellen hin, beobachte sie und versuche an Gefieder und Schnabel zu erkennen, ob ich Saatkrähe oder Rabenkrähe vor mir habe.  

  


Dienstag, 29. Oktober 2013

Helden des Alltags: Auf Nummer sicher

Heldenhaft gesichert und geschützt vor unbefugten Händen ist mein Fahrradkorb, unser Schopf (südbadisch, alemannisch für Schuppen, Abstellraum ;-)) , die Kleingeldspardose,....
Ob Vorhängeschlösser die Liebe im Alltag auch vor unbefugten Eingriffen schützen, bleibt zu beweisen.
Lucchetti dell’amore klingt jedenfalls sehr romantisch...

Mein heutiger Held des Alltags, vielseitg sichernd und versichernd, praktsich und witzig: das Vorhängeschloss


Stephie (robotiliebt) preist dienstags die Helden des Alltags.


Montag, 28. Oktober 2013

Perlen

Perlmutt aufgereiht an hauchfeinen Spinnenfaden. Nebelmorgen im Sumpf lädt zur herbstlichen Schmuckschau. Verzaubertes Geschmeide.



Sonntag, 27. Oktober 2013

Grosszügig

Großzügig warf in diesem Herbst wieder mein ganz spezieller Freund, der alte Esskastanienbaum seine Stachelgeschosse ins trockene Laub. Glücklicherweise traf mich keines davon, während ich unter seinen Ästen hockte und die dicken glänzenden braunen Schätze aus den leicht geöffneten, stachligen Schalen barg.
An diesem Berghang stehen Esskastanienbäume unterschiedlicher Sorten und Alters. Die Qualität der Früchte schwankt in diesem Jahr sehr, doch die Maroni des alten Freundes sind unbestreitbar die besten.
Früher reichte die Ernte eines Baumes, um einen Bergbewohner den Winter über zu ernähren.

Hier steht er, noch im Frühsommerlaubkleid am Hang oberhalb einer Baita, einer Hütte, die früher wohl für die Ziegen als Unterstand diente.


Im Herbst blicke ich meist vom Boden her nach oben zum Baumfreund.


Wie alt mag er wohl sein? Edelkastanien können mehrere hundert Jahre alt werden.


Kastanienbraun, prall, rund und glänzend. Danke, lieber Baumfreund!
Was man daraus in der Küche zaubern kann, verrate ich Euch demnächst.


Am letzten Sonntag des Monats sammelt Rebekka Baumfreunde.  

Samstag, 26. Oktober 2013

Der Himmel hängt voller Gei - äh - Feigen

Am letzten Samstag sind wir von den Bergen am Lago Maggiore heimgekehrt, deshalb gibt es heute einen volltönigen Berghimmelkanon.
Feigengrün an Berghimmelblau (nein, die Fotos sind wirklich unbearbeitet...)  



Während Regenwolken (und Schneeflocken in Höhenlagen) sich vor und nach unserem kurzen Tapetenwechsel über den Bergen ballten, schenkte der Berghimmel uns herrlichste Sonnenauf- und untergänge, sowie kleinste Morgennebelfeinheiten, die schnell dem (fast) reinen Blau wichen.






Der Mond kennt hier keine nennenswerte künstliche Komkurrenz. Und unter den wechselnden Berghimmeln war es ganz still, bis auf das Rauschen des Windes in den dürren Blättern und dem dumpfen Plumpsen der reifen Esskastanien auf den Boden. 

Die Berghimmel schicke ich wie jeden Samstag zu Katja (dieRaumfee), die den Himmel über den Gipfeln auch so gerne mag.


Freitag, 25. Oktober 2013

Steiniges

Impressionen aus den Bergen um den Lago Maggiore.
Verarbeiten, was zur Hand ist. Stein und das harte Holz der Esskastanie. Steintreppen, Steinmauern, Steinhäuser, Steindächer. Dauerhaft. Nachhaltig.
(Daheim entsteht derweil an unserer Straße ein kleines Viertel aus Glas, Beton, Stahl und Fermacell. Es fröstelt mich bei dem Anblick...)








Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rotsehen

Dem Oktober wird richtig warm in seinem Herbstmantel, so wird ihm derzeit eingeheizt. 20 Grad - Ha! Die haben wir von den Südalpen mitgebracht (sorry, jetzt regnet es dort.)
Klar, dass der Oktober sich derzeit in Gold-, Orange- und Rottönen selber übertrifft.

Meine Lieblingsroten sind heute das Pfaffenhütchen, dass sich im Morgennebel mit Tautropfen geschmückt hatte und der allerschönste Fliegenpilz dieses Herbstes. Tja, die Allergiftigsten sind oft die verführerisch Schönsten... (Was uns das jetzt wieder sagen will??)





Euch ist noch nicht warm genug? Dann schaut mal bei Nic (Luziapimpinella) rein, dort sieht man heute ganz allgemein rot.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Herbstfarbene Kappen

Variationen in Braun tragen die Pilze - Shitake, Champigon und Kräuterseitling - die ich auf dem Markt vom Pilzzüchter meines Vertrauens erwerbe. Vielleicht ist auch mal ein zartzitroniger Limonenseitling dabei. Doch so richtig tolle modisch herbstfarbene Kappen schmücken derzeit vor allem die Waldpilze: Herbstorange, Senfgelb, Puderrosa, Rubinrot.... .

Die posieren gerne gelassen vor meiner Kamera, weil sie wissen, dass sie mit Sicherheit nicht in meiner Tasche landen. Denn mir geht jedwede Kenntnis der Pilzkunde ab, bis darauf, dass ich weiß, dass meine allerliebsten weißgepunkteten Rotkappen den Namen Fliegenpilz tragen und nur dekorativ aber nicht lebensverlängernd sind.   

Ist Euch nach einem köstlichen Pilzdessert zumute, dann schaut mal hier zu den farbigen, wilden Süßpilzen.
Könnt Ihr etwas Schwyzerdütsch verstehen? Dann habt Ihr Spass am Song  "Öberall heds Pilzli draa"



Und wie ist es bei Euch? Geht Ihr in die Pilze?

Dienstag, 22. Oktober 2013

Heldentisch

Wo sitzt und isst es sich besser als an Tischen mit Geschichte, mit einem besonderen Flair?
Die Herbstsonne übergoss in der letzten Woche die Alpensüdseite mit Wärme und unumwölkten Strahlen, so dass wir den ganzen Tag an der frischen Luft zubringen konnten. Tage, wie geschaffen für den ururalten, fest im Boden verankerten Steintisch vor dem Berghaus, der schon Generationen Gelegenheit bot, auf der Holzbank Platz zu nehmen und beim Blick ins Tal zu tafeln.
Wer braucht feines Porzellan und Tafelsilber auf dem derben Glimmerschiefer? Serviert wird mit Ausblick auf Palmen, Feigen- und Maronibäume, Tal und Berghänge.
Und wenn man etwas Glück hat (und schnell zur Kamera greifen kann), stellt sich ein scheuer Gast ein, der zwar nicht mitdiniert, aber ein paar Sonnenstrahlen erhascht.

Mein heutiger Alltagsheld ist der standfeste, unverwüstliche Steintisch, der heldenhaft über dem Tal thront.


Diesen Helden des Alltags schicke ich zu Stephanie (robotiliebt), die solcherart Helden sammelt.

Montag, 21. Oktober 2013

Alpensprung

Schnell für ein paar sonnigwarme himmelblaue Tage über die schon mehr oder weniger stark überzuckerten Alpen gesprungen und geschaut, was es so auf der Alpensüdseite zu ernten gibt.

Zu Tale getragen wurden kleine rote Trauben, kiloweise Maroni (Esskastanien), ein Körbchen feine Feigen, Sonnenstrahlen zu Bündeln geflochten und Himmelsblau in Rollen sortiert..

 
Gerade rechtzeitig für eine warme goldene Herbstwoche sind wir wieder daheim, entflechten die Sonnenbündel und rollen das Blau aus. Ob es bis zu Euch reicht, kann ich leider nicht versprechen.
Dafür verrate ich Euch demnächst, was man mit Maronis in der Küche zaubern kann.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Projekt 12tel Blick im Oktober

12 Monate -12 Fotos - 1 Fotomotiv

Gestern erst sind wir zurückgekehrt von den sonnigen Hängen der Alpensüdseite, schon heißt es, den Monatsblick von meiner Aussichtsstelle am See zu erhaschen. Hier fotografiere ich einmal im Monat zur selben Tageszeit, vom selben Standpunkt aus das gleich Motiv.
Auf der Heimfahrt sah ich gestern noch die letzten Segelboote auf dem See den sonnigen, warmen Samstag ausnutzen. Doch über Nacht war ein Oktoberregen niedergegangen, so dass nur ein einsames Segelboot in der Ferne kreuzend zu erspähen war, viel zu träge, um in den Bildausschnitt zu dümpeln.

Der Oktoberhimmel schwankte unentschieden zwischen leichtem Sonnenschein und trüben Nebelschleiern und entwarf ein zartes Aquarell auf dem See.


Der Fotobegleithund freute sich über das kurze herbstliche Bad, das ihm bei einer Außentemperatur von 13 Grad gewährt wurde.

 
Die Fotos der vergangenen Monate könnt Ihr auf der Seite 12tel Blick und 12tel Hundeblick im Großformat anschauen.

Bei meinem zweiten Aussichtspunkt sieht es nun doch recht trübe aus, ist doch der Litzelsee nun verschwunden. Seinen Werdegang übers Jahr könnt Ihr HIER verfolgen (ganz herunterscrollen).



Tabea, von der die tolle Projekt-Idee stammt, sammelt alle Fotos der TeilnehmerInnen des 12tel Blicks Projektes am 20. jedes Monats auf ihrem BLOG




Donnerstag, 17. Oktober 2013

Mal keine Kürbissuppe - Oktober liebt Orange

Im Herbst rollen die Kürbiskolonnen durch die heimische Küchentür und hüpfen in Töpfe, Pfannen, Schüsseln, Backformen. Grund genug, nicht auch noch Kürbissuppe ins heutige orangenfarbene Fotothema schwappen zu lassen.


Nein, ich habe nicht mit frevelnder Hand im Park Dahlienblüten geköpft, um sie der steinernen Schönen in die kalte Hand zu legen. Da ich (vermutlich) die erste Besucherin des Morgens war, haben sie wohl die pflegenden Gärtner zum Schmuck gewählt.
Mir hat es fast den Atem verschlagen an diesem grauen verregneten Oktobermorgen.... 




Pumpkins - Bereit für die Kürbisschnitzereien


Wie immer sammelt Nic (Luziapimpinella) die orangefarbenen Herbstschönheiten auf ihrem Blog.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Alter Alltagsheld

Eigentlich sind wir gerade unterwegs zu einer kleinen, kurzen Auszeit an der Alpensüdseite - ein Tapetenwechsel im Kurzwaschdurchgang.
Im letzten Jahr fanden wir beim Aufräumen im Keller des uralten Hauses dort hoch oben am Berghang eine merkwürdige Gerätschaft, deren früherer Verwendungszweck uns erst daheim beim Nachforschen klar wurde.
Was wir da gefunden haben, war ein bestimmt nützlicher Alltagsheld der früheren Bewohner, die sich Vitaminreiches damit erarbeitet haben.


Hättet Ihr es gleich gewusst? Es wird als Preiselbeer- oder Heidelbeerkamm, Beerenkamm, Beerenrechen, Hoiberkamm, Raffel, Riffel, Schwoazbiarkampe oder - was mir am besten gefällt Heidelbeerharfe bezeichnet (wie es auf italienisch heißt, weiß ich noch nicht.) Natürlich ist dieser Alltagsheld aus dem Keller wieder nach oben im Haus auf einen schönen heldenhaften Platz gewandert. Und falls wir irgendwann dort Beeren finden, wird er zum Einsatz kommen.

Weitere Alltagshelden findet Ihr hier bei Stephanie (robotiliebt).

Montag, 14. Oktober 2013

Gemütliche Safranschnecken

Herstlich frische Tage lassen bei mir oft Backlust aufkeimen. Also habe ich gestern gleich eine große und zwei kleine Ofenformen köstlichster Schwedischer Safranschnecken aus dem Ofen gezogen (Foto zeigt eine der kleinen Formen). Das Rezept habe ich direkt aus dem Schwedischen übersetzt und in eine Variante mit Trockenbackhefe umgewandelt.

 
Schwedische Safranschnecken (ca 35 Stück)
Teig
500 ml Milch
2 Päckchen Safran
2 Pck. Trockenhefe
200 ml Zucker (nicht Gramm!)
1 TL Salz
200 g Butter
1 Ei
ca 1500 ml Mehl (nicht Gramm!!!)

Füllung
200g. Mandelmasse (m: Marzipan)
200g Butter (m: 100 g)
2 Msp Zimt
Die Mandelmasse mit der weichen Butter und dem Zimt verrühren, bis sie geschmeidig ist.
 
Milch und Safran im Topf fingerwarm erwärmen, Zucker und Salz hinzufügen und alles zusammenrühren, bis sich der Zucker leicht aufgelöst hat.
Mit der zimmerwarmen Butter und dem Ei in einer Schüssel verrühren, Hefe hineingeben und als letztes das Mehl nach und nach hinzufügen, bis der Teig elastisch wie ein Brötchenteig ist.. Nicht zuviel, sonst werden die Schnecken zu trocken.
Den Teig unter einem Backtuch zu doppelter Größe aufgehen lassen. Danach den Teig in zwei Teile teilen und jeweils auf einem bemehlten Backbrett in ein 0,5 cm dickes Rechteck ausrollen .Die Hälfte der Füllung darauf geben, entlang der langen Seite aufrollen und  in 2 cm breite Stücke schneiden. In einer gebutterten Ofenform die Schnecken dicht nebeneinander legen und. mit einem verquirlten Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ungefähr 30 – 40 Minuten backen.
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Als sich Safran und Milch im Topf trafen, veranstalteten sie feine Farbspiele, die mich unwillkürlich an die Fliegenpilze erinnerten, die derzeit überall aus dem Boden schießen.    




Katja sammelt zwar keine Fliegenpilze aber montags immer leckere Rezepte im Blog Glücksmomente.

Samstag, 12. Oktober 2013

12 von 12 im Oktober

Bilder meines faulen Samstags, bei dem einiges anders lief als geplant. Schon der Markteinkauf fiel aus, weil kein Parkplatz zu finden war.


Gelaufen: Zum Morgenspaziergang an den See - nur der Hund lief in den See.


Gedacht: Der erste Indoor-Latte der Saison in der Stadt, die Kälte hat uns eingeholt.
Zum Mohren - muss das wegen politischer Incorrectness nicht auch übertüncht werden, nachdem es keinen Mohrenkopf, keinen Negerkuss und keine Zigeunersauce mehr geben darf ??


Gelesen: Letzte Gartenfrüchte und Zeitschriften zum Kaffee.


Gewünscht: das der Herbst so golden bliebe wie in diesem kurzen Moment, dass das gerade gepackte Paket die USA rasch und heil erreicht.


 Gestaunt über: Dekorativen natürlichen Haarschmuck meines Hundes - die Pilzschwemme im Wald.


Genossen: das schöne Bilderbuch von Aaron Becker: Journey - die letzten Tomaten aus eigener Ernte auf dem Abendbrottisch.

12von12 gibt es immer bei Caro (Draußen nur Kännchen).