Donnerstag, 31. Januar 2013

beauty is where you find it # winterland

Winter?? Zur Zeit hat der Winter bei uns eine Pause eingelegt und verwöhnt uns mit frühlingshaften Temperaturen über 10 Grad. Weg mit Schal und Handschuhen!!! Vorbei ist es erstmal mit den Rutschpartien auf eisglatten Wegen.
Unser Fotoprojekt lässt uns kurz einen Blick in das Winterland zurück werfen.

Der Rauhreif verzauberte diese wunderschönen Figuren am frühen Wintermorgen.
Auch die Nachmittage trugen ihren Zauberschleier:

 


Gestern habe ich die ersten Schneeglöckchen gefunden. Sie läuten ja das Winterende ein.
Schauen wir mal, ob uns der Februar noch mal eine Fuhre Schnee und Eiseskälte bringt.
 Bei Nic von Luziapimpinella gibt es noch viele wunderschöne Winterfotos zu sehen!


Mittwoch, 30. Januar 2013

Verwirbelungen

Eigentlich ging die romantische Postkutschenzeit mit dem Siegeszug der Eisenbahn um das Jahr 1850 herum dem Ende entgegen.Aber immerhin konnte eine Kutsche damals an einem Tag eine Entfernung von über 100 Kilometern zurücklegen. Trotzdem waren z.B. Briefe oder Pakete von Berlin nach Paris tagelang unterwegs.

Allmählich scheinen wir uns diesen Zeiten doch wieder anzunähern. Ich hatte ja hier schon im November von unserem Paket berichtet, das verschollen schien - nach über zwei Monaten tauchte es in ziemlich desolaten Zustand dann doch noch beim Absender auf, wie auch das nächste kleine Päckchen, dieselbe Versanddauer, derselbe  Zustand (wie unter eine Planierraupe geraten...). Seitdem sind wir snobistisch und karren die Post über die nahe Grenze, verschicken aus dem Ausland Richtung USA und *toitoitoi auf Holz klopf* - etwas teurer, dafür immer schnell und sicher angekommen.

Heute wirbelte ein Paket aus USA bei uns ins Haus - mit interessanter verschlungener Geschichte:
Person A schickt aus USA Anfang Oktober ein kleines Paket an Person B im Westen Deutschlands. Einen Monat später kommt Paket an, kann nicht direkt zugestellt werden, da Person B berufstätig ist. Person B eilt mit dem Zettelchen, das sie über den Zustellversuch der Post im Kasten vorfand zur Poststelle - Dort findet sich das Paket aber nicht - es ist verschollen, weg. Einen Monat später zog Person B innerhalb desselben Stadtviertels um und veranlasste natürlich einen Nachsendeauftrag.
Heute im Januar wurde ebendieses Paket bei uns im Süden Deutschlands zugestellt. Jemand am Flughafen in Frankfurt - wo das Paket offensichtlich gestrandet war (WIESO??), bemerkte, dass Person A in weiser Voraussicht bei Unzustellbarkeit des Pakets unsere Adresse angegeben hatte.

Mir scheint, wir sind einfach wieder in der guten alten Postkutschenzeit angekommen. Nun muss ich mal schauen, wem ich dieses Paket übergebe, damit es endlich sicher zu Person B gelangen kann.

Hey, kennt hier irgendjemand einen reitenden Boten, der gerade sein Pferd sattelt und Richtung Nordrhein-Westfalen aufbricht?  

Montag, 28. Januar 2013

Ablenkung

Was für eine Freude! Auf die deutsche Übersetzung dieses Kochbuchs war ich schon sooo gespannt. Heute wurde es geliefert.
Das ist doch eine gelungene Ablenkung vom matschigen, grauen Wetter draußen.  Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi, ein Israeli und ein Palästinenser haben ein tolles Kochbuch über die multikulturelle Küche Jerusalems geschrieben. Schon beim Durchblättern lief mit das Wasser im Mund zusammen.Hervorragende Fotos und interessante Begleittexte haben mich sofort gelockt. Demnächst stelle ich mal ein paar Gerichte vor.

Sonntag, 27. Januar 2013

Blickwinkel

Hurra! Endlich habe ich meine Kamera repariert zurück bekommen. Wie hat sie mir gefehlt! Oft eilte in den letzten Tagen meine Hand in irgendeine Jackentasche, um die Kamera herauszuziehen und etwas gleich im Bild festzuhalten. Tja, aber da griff sie ins Leere. Irgendwie ist mir dieser Griff mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen.  Aber die Spiegelreflex ist mir einfach zu schwer, um sie ständig bei mir zu tragen. Doch jetzt ist die Kleine wieder da.
Endlich kann ich wieder den kurzen Augenblick festhalten, an dem die Sonne am späten Nachmittag etwas verschlafen durch die Wolken blinzelt: Etwas spät - aber hier bin ich... 


Und den Durchblick hatte ich heute auch schon, das lässt doch hoffen für die nächste Woche...

 


Samstag, 26. Januar 2013

Maismehlmuffins aus Vermont

Gerade wurde Präsident Obama für seine zweite Amtszeit vereidigt. Ein schöner Anlass mal etwas typisch Amerikanisches zu backen. Mir steht der Sinn nach etwas Klassischem - irgendetwas, an dem noch etwas Geschichte haftet. Ich hab mich auf die Spurensuche begeben.
Am 4. Juli 1872, gerade am Nationalfeiertag der USA, wurde in Vermont Calvin Coolidge geboren. Nachdem er in Amherst MA. das College besuchte hatte, studierte er Jura und ging in die Politik. Dort legte er eine erfolgreiche Karriere hin und wurde Vizepräsident unter Warren G. Harding. Als dieser plötzlich und unerwartet 1923 starb, wurde Coolidge Präsident und musste, so wie es das Gesetz verlangt, unverzüglich auf das Amt vereidigt werden. Zu diesem Zeitpunkt besuchte er jedoch gerade seinen Vater in Vermont. Und so schwur er beim Licht einer Laterne seinen Amtseid auf die Familienbibel. Sein Vater konnte die Vereidigung abnehmen, da er Friedensrichter und Notar war. Das nenn ich mal heimatverbunden. Somit wurde Coolidge der 30. Präsident der USA in den Goldenen Zwanzigern - und ein allgemein beliebter Präsident dazu.

"Silent Cal", so sein Spitzname, war dem Smalltalk eher abgeneigt. Er zeichnete sich allerdings als ein großer Tierfreund aus, der sich selbst im Weißen Haus mit einer Vielzahl von Tieren umgab. Vögel, Katzen, Hunde (15!), ein Bär, ein Wombat, Fische und sogar ein Waschbär namens Rebecca belebten das Gelände und das ehrwürdige Gebäude. Jetzt dürft Ihr Euch den Präsidenten mit seiner Katze auf dem Arm und dem Hund zu Füßen vor seinem Schreibtisch vorstellen. Seine Frau Grace glich die Schweigsamkeit ihres Gatten aus, sie galt als charmant und recht gesprächig.

Jetzt wird es Zeit zum Thema zu kommen... Was speiste der Präsident morgens zum Frühstück? Er sehnte sich nach dem, was er schon zu seiner Kinderzeit auf dem Teller hatte: die "Cornmeal Muffins"  Mit "corn" ist in den Staaten der Mais gemeint, also Maismehlmuffins. Um die Begierde des Präsidenten zu befriedigen, musste dieses Rezept aus Neu England nach Washington geschickt werden, so dass es in der Küche des Weißen Hauses nachgebacken werden konnte. Endlich konnte Coolidge seinen geliebten Muffin in Scheiben schneiden, Butter darauf schmieren und vielleicht mit etwas Marmelade versußen. Mmmh!

Ich weiß jetzt nicht, ob ich genau dieses historische Rezept, nach dem es Silent Cal so gelüstete, hier liefern kann, aber immerhin habe ich es von unserem Vermonter Familienzweig zugeschickt bekommen.
Statt Zucker wird er ganz klassisch mit dem berühmten Vermonter Ahornsirup zubereitet. Und - Achtung, dies ist ein amerikanisches Rezept, wir messen mit Cups/ Tassen und nicht in Gramm. Wer eine Umrechnung in Gramm braucht, dem wird HIER geholfen. Ich habe einen Messbecher, der auch das Maß in Cups angibt.

1 3/4 cups Weizenmehl
1 cup Maismehl 
 2 TL Backpulver
 1/2 TL Natron (baking soda)
 1/2 TL Salz
 1 cup Milch
 1/3 cup Ahornsirup (oder etwas mehr, je nachdem wie süß man den Muffin haben möchte)
  2  Eier
 120g Butter geschmolzen und abgekühlt (!!!)

 Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Zunächst die trockenen Bestandteile: Weizen- und Maismehl, Backpulver, Natron und Salz in einer Schüssel mischen.
 In einer anderen Schüssel Ahornsirup, Milch und Ei/er verquirlen.
Die Flüssigkeit zum Mehl geben und mit einem Holzlöffel (nicht mit der Küchenmaschine) locker mischen. Danach die abgekühlte Butter einrühren. 
Den Teig in Muffinförmchen füllen.
 15-18 Minuten backen ( nach 18 Minuten am besten, wie ich bestätigen kann, aber das kann von Ofen zu Ofen unterschiedlich sein.).

Die Muffins werden in dünne Scheiben geschnitten und mit Butter, Marmelade oder Ahornsirup serviert.

Übrigens: die Amerikaner sind große Muffinliebhaber. Drei Staaten der USA haben Muffins zu offiziellen „State Muffins“ erklärt: Minnesota den Blaubeermuffin,  New York den Apfelmuffin und Massachusetts den Maismehlmuffin.
Liebe Grüße nach Vermont XOXO!!!


Freitag, 25. Januar 2013

Der Freitagsfüller

Heute gibt es nicht nur die Fotofreitagsfragen (siehe unten), sondern auch den geschätzten Freitagsfüller.
Der Freitagsfüller erscheint heute zum 200. mal. So lange kenne ich ihn noch gar nicht. Aber es macht mir immer wieder viel Spaß, ihn auszufüllen. Bei "ScrapImpulse" könnt Ihr ihn Euch anschauen. Das Prinzip ist immernoch das Gleiche. Vorgegebener Text, die unterstrichenen Leerstellen wurden von mir ausgefüllt.


1. Eigentlich habe ich morgens keine Lust, mich in die winterliche Kälte zu begeben. Hunde nehmen da leider keinerlei Rücksicht… 

2.  Mich nerven Armreifen an meiner rechten Hand.

3.  Spät am Abend werde ich leider noch mal richtig wach. Ich bin halt eine Nachteule. Deshalb wird das nichts mit dem frühen Vogel und dem Wurm.

4. Nicht immer zu viel überlegen. Einfach mal ausprobieren und sehen was passiert.

5.  Das Jahr 2012 hatte eine Reihe unerwarteter Ereignisse für uns bereit..

6.  Du weisst, dass du alt bist, wenn du keine Lust mehr hast, Neues auszuprobieren.  

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein lustiges Scrabblespiel , morgen habe ich das Nähen eines Hundehalsbandes mit pinkfarbenen Leder geplant und Sonntag möchte ich eigentlich ins Training, aber man hat wieder Glatteis vorausgesagt. Umpf! 

Ein schönes Wochenende!

FFF - Fotofragefreitag

Was möchte Steffi von ohhhmhhh heute von uns wissen?

1 Dein liebstes Ritual zuhause?
Der Cappuccino zum "Znüni" 









2 Dein Lieblingsplatz ?
Draußen auf der Terrasse, wo man den Sonnenuntergang so schön beobachten kann. Derzeit allerdings ein etwas kühler Aufenthaltsort...





3 Was soll eigentlich keiner sehen ?
Dass hier arme Vierbeiner mit Impulskontrollübungen gepeinigt werden.







4 Freust du dich immer wieder drüber ?
Ich freue mich immer wieder, wenn mir mein Backwerk gelingt (hier Eigenkreation Kürbis-Igel-Brot - kein Igel drin, nur wegen der Stacheln ;-)) -
eigentlich kann ich nämlich gar nicht backen.
 


5 Deine liebste Lampe? 
Aladins Wunderlampe. Leider befindet sie sich bislang noch nicht in meinem Besitz.
Ansonsten bin ich gerade auf der Suche nach neuen, schönen Beleuchtungsobjekten und werde
gleich mal spickeln gehen, was es bei den anderen TeilnehmerInnen der Fragerunde so für Lampenfavoriten gibt.
Dafür schaue ich jetzt HIER nach.


Donnerstag, 24. Januar 2013

beauty is where you find it # pastels

Meine Sehnsucht nach Himmelblau, Fliederfarben,  Zartrosa , Vanillegelb und  Maigrün brach schon gleich nach dem Dreikönigstag aus. Sofort benötigte ich eine Dosis  Hyazinthen, Tulpen und Miniosterglöckchen.  Gerade sind sie verblüht und der Nachschub steht noch vor der Blüte. Genau jetzt hätte ich sie doch für das Fotothema  PASTELS - Pastellfarben, das sich Nic von "Luziapimpinella  ausgedacht hatte, gebraucht.

Ich liebe diese pastellfarbene Blumenpracht, denn sie geben einem die Hoffnung, dass der Frühling nicht mehr so fern ist!


Fast kann man den Frühling schon riechen!!!


Nur nicht übermütig werden. Im letzten Jahr gab es Mitte Februar noch einen massiven Kälteeinbruch... (So dumpf erinnere ich mich an -14 Grad)   Bibber.


Viele feine Pastelltöne findet Ihr bei "Luziapimpinella". Viel Spaß!






Mittwoch, 23. Januar 2013

Der Blick auf das Jahr

2012 habe ich jeden Monat am gleichen Ort und zur gleichen Tageszeit einen Foto-Spaziergang unternommen und mein Auge für die Veränderungen in der Natur schärfen können. "Take a Stroll" habe ich diese Aktion genannt HIER könnt Ihr meinen Streifzug nochmal anschauen.
Hoffentlich haben Euch die Fotos genauso viel Spaß gemacht, wie mir das Fotografieren und Beobachten.

In diesem Jahr hat mich die Idee von Tabea (tabea heinicker) begeistert, an jedem der zwölf Monate ein Foto von einem, von mir gewählten Aussichtspunkt zu schießen. Also immer dasselbe Motiv im Wechsel von Jahreszeit, Wetter und Licht.
Aber wo werde ich meinen 12tel Blick fotografieren? Die Motivwahl war genauso schwer, wie das Problem, dass meine Kamera zur Zeit in Reparatur ist und ich mit einer anderen Kamera arbeiten muss.
Schließlich habe ich mich für einen recht naheliegenden Aussichtspunkt entschieden und einen Kameraden, der mich dorthin begleiten wird. So werde ich zu meinem 12tel Blick noch dessen (emotionalen) Standpunkt hinzufügen. Also lang genug geschrieben, los geht's....


Wir gehen nicht weit. Ich nehme Euch mit an das Seeufer. Es ist 10 Uhr, eigentlich sollte sich laut Wetterbericht der Hochnebel heben, was er aber bislang noch nicht getan hat.


Und was meint meine freundliche Begleitung dazu? 

Leicht genervt und etwas enttäuscht. Nein, heute ist kein Schwimmen angesagt, der See ist zu kalt für einen nicht mehr ganz so jungen Hund: Okay? Bällchen wird jetzt in die Gegenrichtung geworfen. 

Weitere Teilnehmer dieser Aktion und ihre Fotobeiträge findet Ihr HIER.

Sonntag, 20. Januar 2013

Sonntagslinks

Bei uns ist alles wunderschön verschneit - nur nicht ablenken lassen beim Laufen, die Wege sind gefährlichlich glatt. Wer keinen Garagenplatz für sein Auto besitzt, findet es jetzt mit einem Eispanzer bedeckt. Am besten man schnallt sich Spikes unter die Schuhe, wenn man mit dem Vierbeiner raus muss.

Für eine gemütliche Runde am PC schicke ich Euch zwei feine Links.
Ben und Gabrielle Blair beglücken ihre Leser wöchentlich mit einem Video: Es werden kurze Episoden von zwei bis fünf Minuten gefilmt, die ihre sechs Kinder in schönen und lustigen Situationen zeigen. Wie wäre es heute, Betty in Paris zu begleiten? Viel Spaß!

Wie sieht es mit Euren Vorsätzen für das Jahr 2013 aus? Schon vergessen oder (noch) gar keine gefunden?
Schaut doch mal in der Famous Resolution List nach und lasst Euch von berühmten Vorbildern inspirieren oder wenigstens unterhalten.   

Oder hättet Ihr Lust auf ein DIY-Projekt? Ein bisschen Zeichnen am Sonntag? Dann schaut mal HIER.

Einen schönen Sonntag!







Freitag, 18. Januar 2013

FFF - Fotofragefreitag

Es ist wieder soweit! Wie man gleich sehen wird, die Freitagsfragen sind passend zum verschneiten Winterwetter heute eher Indoor-Projekte. Mal schauen was Steffi vom Blog "ohhhmhhh" so alles von den Teilnehmern ihres Fotoprojektes wissen möchte.

Auf unserem Couchtisch häufen sich Bücher, Magazine, Zeitschriften und Zeitungen und gelegentlich nette Lesezeichen...

An meiner  unserer Wand wird gerade heftig umdekoriert. Einen festen Platz, wenngleich auch keinen zentralen, behält dieses Bild, ein liebes Geschenk aus England - eine Originalzeichnung unseres Lockenhundes. So, jetzt habe ich auch den Quotenhund in diesem Beitrag untergebracht. Ha!

  In meinem Bad schwimmen Fische, ist doch klar.

Wir haben keine Fenster mit Fensterbänken. Dafür drängen sich  an den großen Fenstern überall Pflanzen zum Licht.  

In der Küche geht es hier kunterbunt zu - von der Wand bis zum Gemüse. Ich liebe es!

Mehr Fotoantworten sind HIER und HIER zu finden


Donnerstag, 17. Januar 2013

beauty is where you find it - bike love

Hey, da kommt aber ein recht unwinterliches Fotothema angebraust...



Bike love - Fahrradliebe - nun ja, eigentlich fahre ich sehr gerne Fahrrad. Als unser Aussie noch jung und frisch war (mittlerweile 11 Jahre alt), bin ich jeden Morgen mit ihr eine Stunde durch Feld und Wald geflitzt - ich auf meinem knatschgelben Rad und sie munter nebenher. Der Winter konnte uns nur mit hohem Schnee und Buckeleis daran hindern.
Zur Zeit lockt das Wetter allerdings die wenigsten Leute, ihren Drahtesel aus Keller oder Schuppen zu holen.
Macht nichts, man kann seine Liebe zum Rad auch anders ausleben. Zum Beispiel so:

 Ja, das Fahrrad ist sogar ein royales Thema: Die "Prinzen" (Mein Fahrrad) und sogar "Queen" (Bicycle Race) haben es besungen.

Wer mehr Liebesbeweise zum Fahrrad sehen möchte, schaut ganz schnell HIER bei Luziapimpinella nach.

Montag, 14. Januar 2013

Good bye, Sam! - Mach's gut, Sam!



Ein Jahr lang habe ich jetzt Samuel Pepys aufmerksam begleitet. Früh am Morgen bin ich mit ihm ins Amt gegangen, denn es standen Besprechungen mit wichtigen Beamten an, von weitem entdeckten wir die Geliebte des Königs, im Wirtshaus sah ich Samuel ein Butterbier trinken, mit der Mietkutsche holten wir seine Frau vom Schneider ab, um dann im Theater ein Shakespeare Stück anzuschauen.  Nach dem  Abendessen bei Freunden ging es spät nachts heim. Manchmal spielte Samuel dann noch  Flöte oder stenographierte seine Erlebnisse des Tages in sein Tagebuch. Einschließlich des: „und dann ins Bett“.

Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit genutzt, dass die Tagebücher, die Pepys von 1660 bis 1669 führte, endlich auf Deutsch in Taschenbuchform erschienen waren (HIER, in 10 Bänden, 4556 Seiten.... Puh!, ach ja Pepys spricht man [piːps] aus ;-). 
Samuel Pepys war ein einflussreicher Beamter des englischen Flottenamtes, der seine Karriere als Schneidersohn startete. Ein glücklicher Aufstieg war das – bis in die aristokratischen Kreise, in direkter Nähe zum Königshof zu gelangen.

Pepys lebte zu einer ereignisreichen Zeit in London: nach der Revolution kehrt der König zurück nach England, die Pest bricht aus,  ein verheerender Brand legt große Teile der City von London in Schutt und Asche. Wach und aufmerksam nahm Pepys die Geschehnisse in Politik, Gesellschaft und den Wissenschaften um sich herum wahr und schrieb sie nieder. So lange, bis ihm beim Schreiben im Kerzenlicht die Augen so sehr schmerzten, dass er das Tagebuchschreiben aufgab. 

Auch der Damenwelt schenkte Pepys große Aufmerksamkeit, was allerdings seiner Frau Elizabeth weniger gefiel. Dass er die junge Französin ohne Mitgift und aus Liebe geheiratet hatte, gehörte damals eher zur Ausnahme. Als sie ihn inflagranti mit einem Dienstmädchen erwischte, scheute sie nicht davor zurück, ihn temperamentvoll mit dem Schürhaken zu bedrohen.
Die Ehe blieb kinderlos, Elizabeth starb mit 29 Jahren, kurz nachdem ihr Mann das Tagebuchschreiben aufgegeben hatte.

Viel Spaß machte mir, über die ganz alltäglichen Erlebnisse zu lesen: die erste Tasse Tee, eine Neuigkeit aus den Kolonien, Pepys Urteil über die neuesten Inszenierungen von Shakespearstücken, die Erkenntnis, dass seine Perücke von 20 Läusen heimgesucht wurde, und vieles, vieles mehr.

Lustig, wie die Briten den Schulkindern ihren Samuel Pepys und seine Zeit nahe bringen: HIER

Der letzte Eintrag ist gelesen. Mach es gut, Sam! Es war toll, dich kennenzulernen!

Sonntag, 13. Januar 2013

Buchbesprechung: Lauren Oliver - Delirium & Pandemonium


Dystopien sind in Mode. Es sind so genannte Anti-Utopien, die in einer zukünftigen Welt spielen, in der sich die menschliche Gesellschaft zum Negativen hin entwickelt hat.
Um in diesem Themenbereich aufzufallen, muss man sich als Autor heute etwas einfallen lassen.
Lauren Oliver ist das in ihrer Amor-Trilogie, von denen bisher die ersten beiden Teile Delirium und Pandemonium erschienen sind, gelungen,
Delirium
Die 17 jährige Lena lebt in Portland in einer diktatorisch geprägten USA der Zukunft. Das Hauptaugenmerk der Obrigkeit scheint auf der Ausrottung der Seuche Amor Deliria Nervosa – in früheren, barbarischen Zeiten als „Liebe“ bekannt – zu liegen. In ihr wird die Ursache sämtlicher früherer gesellschaftlichen Probleme und Katastrophen gesehen. Mit starken Repressionen und absoluter sozialer Kontrolle wird dafür gesorgt, dass an jedem Bürger um den 18. Geburtstag herum ein medizinischer Eingriff vorgenommen wird, der „Heilung“ verspricht und ihn in ein willfähriges Mitglied der Gesellschaft verwandelt. Danach wird der zukünftige Lebenspartner und Beruf zugewiesen, so dass das Leben in geregelten Bahnen verlaufen kann.

Eingriffe vor dem 18. Geburtstag sind gefährlich, so dass in dem Land eigentlich nur zwei verschiedene Menschengruppen zu leben scheinen  die meist jungen, potenziell Gefährdeten und die Geheilten, die nach dem Eingriff immun und handhabbar sind.
Lena steht dieser Eingriff demnächst bevor. Sie sehnt sich danach, weil er Glück und Sicherheit verspricht. Lange genug hat sie unter dem Makel gelitten, dass sie ihre Mutter durch die Folgen dieser Krankheit verlor. Ihre Freundin Hana verwirrt sie, durch den Gedanken, dass es im Leben ohne den Schmerz, den Liebe mit sich bringt, kein Glück geben kann. Hana scheint störrisch, stellt Fragen.
Kurz vor ihrem Eingriff gerät Lenas Weltbild ins Wanken.

Ich fand die Idee der „lebensgefährlichen“ (gesellschaftsgefährdenden)  Krankheit „Amor Deliria Nervosa“ spannend. Im  ersten Band begann allmählich ein eindrucksvolles Gesellschaftssystem vor meinen Augen zu entstehen, in dem sich die von Selbstzweifeln geplagte junge Lena zu emanzipieren versuchte. 
Sehr passend waren auch die Auszüge aus den wissenschaftlichen Werken der Gesellschaft und die Kinderreime, die die Kapitel einleiteten. Natürlich endete "Delirium" mit einem Cliffhanger. 

Pandemonium
Nun war es natürlich interessant, wie der Band Pandemonium das Geschehen weiterführt.
Der Aufbau ist durch den Wechsel von Rückblenden und Erzählzeit vollkommen anders und sehr bewegt. Durch den Überlebenskampf, die ständige Bedrohung von Außen, wilde Verfolgungsjagden ist das Buch natürlich spannend. Man lernt die Seite hinter dem Zaun, der das Staatsgebiet umgibt, und die so genannten Staatsfeinde kennen.
Was mich etwas genervt hat, war, dass ich als Leser zwar über die verschiedenen verfeindeten Untergrundkämpfer erfahren durfte, aber von dem Staat aus dem Lena floh und der eigentlich der Auslöser der Handlung ist, nicht mehr weiß, als dass dieser die Krankheit  Amor Deliria Nervosa auslöschen will. Es ist von kontrollierenden Aufsehern, Gefängniswärtern, Polizeitruppen und einer Organisation, die den Heilungseingriff vorziehen möchte, die Rede. Ansonsten tappt der Leser im Dunklen. Was will dieser Staat und wer steckt dahinter? 

Ob da der dritte Band Licht hineinbringt oder sich nur in Verfolgungsjagden und Beziehungsverwicklungen, die diese gefährliche Krankheit, die Liebe,  mit sich bringt, verliert?
Ich bin gespannt.
  


Samstag, 12. Januar 2013

12 von 12 im Januar

Und schon ist der Januar 12 Tage alt! Zeit, um zwölf Fotos von diesem Zwölften einzufangen. Der Zwölfte fängt nicht gut an. Meine kleine Automatikkamera, die mich jeden Tag unterwegs begleitet muss zur Reparatur. Die große, schwere Spiegelreflex mag ich nicht ständig mit mir rumschleppen. Zumal es nicht wirklich ratsam ist, eine teure Kamera in der Hand zu halten, wenn  man einen 30 kg Jagdhund an der Leine hat. Gut - in der Stadt würde es sogar noch funktionieren, aber im Wald (noch) nicht. Mal sehen, wie ich fototechnisch die nächsten 2-3 Wochen überstehe, ich werde berichten. Erste Konsequenz: keine Fotos heute vom Markt oder aus der Stadt.

7 Neue Fenstergestaltung angebracht (Danke!)
8 Prozellanstift ausprobieren
9 Himmelsfoto
10 Hundebespaßung
11 Richtung Frühling dekorieren
12 Eine neue Lektüre beginnen

Mehr vom heutigen Tag findet Ihr bei "Draußen nur Kännchen".
Dort gehe ich jetzt vorbei und schaue, was Euch der Tag so gebracht hat.





Freitag, 11. Januar 2013

FFF Fotofragefreitag

Na, das Jahr fängt ja in Bezug auf das Thema Fotografieren gut an - ein Fotoprojekt reiht sich an das andere. Das reisst einen aber auf jeden Fall aus der grauen Monotonie heraus und lässt das Argument "kein Fotolicht" nicht gelten.
Hier kommt der erste Fotofragefreitag des Jahres. Steffi fragt - wir antworten fotografierender Weise.

1 Das Weihnachtsgeschenk, mit dem du am meisten Zeit verbracht hast?
Grübel... Na klar - damit stehe ich seit Weihnachten oft in der Küche! Dieses Kochbuch von Rachel Khoo haben mir meine lieben Eltern geschenkt. 

2 Erste Shoppingbestellung 2013?
Ups... Die ging an die vier Vierbeiner hier im Haus.  


3 Irgendwie seltsam, aber auch irgendwie lustig?
Ich hab eine lustige Karte zum neuen Jahr bekommen und gleich in die Küche gepinnt.

.
4 Ist bei dir schon Frühling oder weihnachtest du noch?
Frühling!!!(Hyazinthen, Tulpen Osterglocken...)
Und dabei bringt sich draußen in den nächsten Tagen der Winter wieder mit Schnee in Erinnerung.
Also heute mal ganz diplomatisch - schneeweiße Tulpen. 


5 Heute brauchst du viel?
Vitamine - Farbe - frischen Duft!


Viele andere Antworten findet Ihr HIER bei Steffis Blog ohhhmhhh.