Montag, 29. Oktober 2012

Kastanien-Kürbis-Curry

Wenn man schon fleißig Esskastanien gesammelt hat, dann möchte man  auch was davon haben. Es gibt nicht viele Kochbücher, die sich den Esskastanien widmen. Mir hat das Buch "Kastanien" von Erica Bänziger und Fredi Buri am besten gefallen, da sich darin auch noch ein paar Hintergrundinformation zu den Kastanien finden. Die Kastanien, die das "Brot der Armen" genannt wurden, waren früher ein Grundnahrungsmittel z.B. im Schweizer Kanton Tessin und in den angrenzenden italienischen Bergregionen.     

Die Kastanien (Maroni/Marroni) waren ein kohlehydratreiches und wertvolles Lebensmittel und brachten so die  Menschen durch den Winter. Man rechnete, dass es dazu pro Bewohner einen Baum bräuchte. 

Heute habe ich die Kastanien nach einem Rezept aus obigen Buch mit Kürbis kombiert.



Schon vorgegarte Kastanien gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt.
Aber irgendwie macht es mehr Spaß zu wissen, dass man sie selber gesammelt und ins Tal getragen hat.
Ach ja, echt "Bio" sind unsere Maroni sowieso.




Sonntag, 28. Oktober 2012

Ein Morgen in den Bergen

Bei uns schneit es. Ich musste heute sogar zu den Handschuhen greifen.  Kaum zu glauben, dass wir am letzten Sonntag noch in den Bergen vor dem Haus saßen und draußen frühstückten. Kommt, lasst uns einfach anhand der Fotos ein wenig fort träumen. 
Sonst habe ich bei Sonnenaufgang selten die Kamera zur Hand, und schon gar nicht diese herrliche Aussicht.





Da wartet schon jemand ganz hungrig, aber dennoch höflich abwartend auf sein zweites Frühstück (nicht die feinen Croissants, sondern die knackigen Hundekuchen, für jeden Hund einen).

Nein, den Schnee hier bei uns werde ich heute nicht fotografieren, sondern einfach ignorieren...


Samstag, 27. Oktober 2012

In den Bergen

Wie versprochen zeige ich Euch ein paar Fotos aus den Bergen am Lago Maggiore. 

Wenn man die Orte am See verlässt und in die Berge fährt, dann fällt gleich die Bauweise der Häuser auf. Die alten Häuser wurden mit Schiefer gebaut und auch gedeckt.


Die Hänge sind recht steil. Während es im Tal eher schattig und feucht ist, können die kleinen Dörfer in den Bergen die Sonne genießen. Schmale Serpentinenstraßen ziehen sich zu ihnen hoch. Es gibt genug Ansiedlungen, die noch nicht von Straßen erschlossen wurden. 


Früher wurde hier Almwirtschaft und Ackerbau betrieben. Heute zeugen noch Mauer- und Wegreste davon.
Schon vor Jahrzehnten haben Landflucht und Auswanderungswellen hier ihre Spuren hinterlassen. 



Viele alte Gebäude stehen seit langem zum Verkauf - wobei ich bezweifeln möchte, ob irgendjemand Interesse daran hat, diesen alten Ziegenstall an einem Hang mitten im Wald zu kaufen. Es gibt durchaus attraktivere Gebäude.


Die Steine zeigen einen alten Pfad der Hirten an. Längst haben die Birken die Weiden wieder zurück erobert.


Die Esskastanienbäume sicherten früher die Ernährung der Armen. Maronis sind sehr nahrhaft und gesund.
Man kann sie zu allerlei Gerichten zubereiten und auch Kastanienmehl zum Brotbacken daraus herstellen.



Dazu gibt es demnächst mal ein Rezept.
Fortsetzung folgt.


Freitag, 26. Oktober 2012

FFF Fotofragefreitag

Dies ist der letzte Fotofragefreitag im Oktober - und schon hat sich der Winter hier bei uns für morgen angemeldet, um mal kurz hereinzuschneien. Gut, dass wir gerade noch rechtzeitig in den Bergen waren. Klar, dass man das meinen heutigen Fotoantworten auf die Freitagsfragen anmerkt. Mal schauen, was Steffi so alles von uns wissen möchte.

1 Gelacht und gekauft?

Tja, da naschte ich in der letzten Woche ständig frische Feigen direkt vom Baum - und habe keine mit heim gebracht. Und jetzt muss ich für diesen leckeren Kochtipp vom Blog Slomo Feigen aus der Dose nehmen, weil ich keine frischen mehr auftreiben kann. Da musste ich lachen - aber habe sie doch gekauft.


2 Was überlegst du gerade?

Ich denke gerade darüber nach, wie schön warm es letzte Woche am Lago Maggiore war - und wie trüb es am heimischen See auf der anderen Seite der Alpen ist... 

3 Was machst du Freitagabend?

Einen Maroniabend (Maroni= Esskastanien)
Maroni auslesen, Maroni haltbar machen, Maroni rösten und Maroni Rezepte heraussuchen. (Wir haben doch ein paar mehr als die auf dem Foto gesammelt...)

4 Für köstlich befunden?

Frische Feigen direkt vom Baum... yummy!

5 Deine Herbstdeko?

Meine Herbstdeko wird immer wieder verändert. 
Aus den Bergen haben wir dafür u.a. ein paar Birkenstammstücke mitgebracht.

Mehr Antworten auf Steffis Fragen, findet Ihr auf ihrem Blog ohhhmhhh.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

beauty is where you find it # 37/12



Nic hat schon recht, der Herbst hat uns mit vielen satten Farben überhäuft. Nur das Pink war nicht dabei.
Das holen wir jetzt aber bei der heutigen Fotochallenge nach! 


Tja, bei uns gibt es auch pink Ladies!

 Sogar im Park.


Sogar der Lockenhund kann mit Pink punkten. 
(Pink passt super zu schwarz, nicht wahr? Kleiner Tipp für die Abendgarderobe...)


Noch mehr Pink? Dann auf zu Luziapimpinella!

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Fünf Tage in der Sonne

Lange geplant, immer wieder aufgeschoben, dann aber im allerletzten Moment schnell die Rucksäcke gefüllt, die Hunde ins Auto geschubst und über die Berge gedüst. 
Fünf Tage lang durften wir die Sonne und die fast sommerliche Wärme in den Bergen genießen. Herrlich!

Am Lago Maggiore hätten die Hunde am liebsten gleich schon ein Bad genommen.


In den Bergen des Cannobina Tales


     Heute nachmittag mussten wir leider heimkehren und wieder in das Hochnebelgrau eintauchen. 


In den nächsten Tagen dürft Ihr mich ein bisschen in die Berge begleiten - wenigstens auf Fotos ...

Freitag, 19. Oktober 2012

Kleine Pause


Langsam, langsam, lieber Oktober, bevor du dich verabschiedest, bevor die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt werden, bevor die Straßen über die Alpen wieder schneebedeckt sind, fahren wir noch mal  in die (südlichen) Berge. Ein paar Tage lang dürfen die Hunde den ganzen Tag draußen herumtoben, werden Maroni (Esskastanien) gesammelt, Bergluft, Herbstsonne und absolute Stille genossen. Ob dort im Garten noch Feigen am Baum hängen? (Im letzten Herbst gab es eine Feigenorgie...)


FFF FotoFrageFreitag

Das Wochenende naht! 
Zeit für die Fotoantworten auf die freitäglichen Fragen.

1 Gedacht "egal-egal-egal" ?
Die sind einfach zu lecker, keine Chance für einen Schokoholic... Kalorien? Egaaaal!  Aber jeden Tag nur ein gaaaanz kleines! 


2 Was machst du jeden Samstag?
Fast jeden Samstag gehen wir auf den Markt. Ein geliebtes Ritual.


3 Schlicht, aber schön?
Ich mag meine neue Herbsttasche aus Filz. 


4 Was wünscht du dir für dieses Wochenende?
Für das Wochenende und die nächste Woche wünsche ich mir Sonnenschein und warmes Herbstwetter in den Bergen und eine wunderschöne Zeit dort oben.


5 Was wirst du blättern?
Ich packe all das in den Rucksack, was in den letzten Wochen ungelesen liegen geblieben ist.


Mehr Antworten auf die Freitagsfragen findet Ihr auf Steffis Blog ohhhmhhh


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Buchempfehlung: Meloy, Ellis: Under Wildwood

Colin Meloy: Under Wildwood. Illustrationen: Carson Ellis  

Nachdem ich mit großem Vergnügen den ersten Band der “Wildwood Chronicles” auf Englisch und später auf Deutsch gelesen habe, wartete ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Unter dem Titel „Under Wildwood: The Wildwood Chronicles, Book II” ist nun der zweite Band erschienen.
Zunächst: Carson Ellis’ Illustrationen sind wieder hinreißend. Ihr Mann Colin Meloy hat erfreulicherweise den Stil des ersten Buches beibehalten, wenngleich die Stimmung doch verändert ist. Auch dieser zweite Band zieht den Leser wieder in seinen Bann. Die Welt von „Wildwood“ ist magisch, voller Spannung und Überraschungen

Im ersten Band führte uns Meloy in die mystische Welt der „Undurchdringlichen Wildnis“  jenseits von Portland /Oregon. Die fantastische Welt von „Wildwood“ grenzt nämlich direkt an diese ganz reale amerikanische Stadt. (Wenn Ihr mehr über den ersten Band wissen wollt, hier ist meine Rezension).
Prue und Curtis ist es gelungen, den kleinen Bruder Prues aus den Fängen seiner despotischen Entführerin zu retten.
Prue war in die Welt außerhalb Wildwood zurückgekehrt während Curtis bei den Räubern im Wald verblieben war.

Genau an dieser Stelle holt uns nun der zweite Band ab. Prues und Curtis’ Leben wird erneut in andere Bahnen gelenkt, als ein Anschlag auf Prue begangen werden soll. Ein gefährlicher Gestaltwandler hat sich auf ihre Spuren begeben. Das führt dazu, dass Prue nun wieder ihren langweiligen Alltag verlassen muss, um sich selbst und auch Wildwood zu retten.
Was auf Curtis und Prue zukommt ist dunkler, düsterer und verwickelter, als die Abenteuer des ersten Bandes. Curtis verliert den Rückhalt seiner neuen Familie, den Banditen, und weiß nichts von deren weiterem Schicksal. Prue muss ohne ihre magische Vertraute ihre Mission verfolgen. So begeben sie sich dieses Mal gemeinsam auf den Weg, während sie im ersten Band getrennt unterwegs waren. Auf ihren verworrenen Wanderungen müssen sie vollkommen neue und unerschlossene Gebiete erkunden und die Unterwelt Wildwoods (herrlich skurril!) entdecken.  Stets stehen sie unter Bedrohung und sind vollkommen auf einander angewiesen.Sie bekommen mehr Konturen, werden erwachsener durch die Geschehnisse.
Die Handlung pendelt immer wieder zu den Erlebnissen der neu eingeführten Charaktere Elsie und Rachel - Curtis’ Schwestern. Während Curtis Eltern verzweifelt Hinweisen nach dem Aufenthaltsort ihres verschollenen Sohnes im Ausland nachgehen, haben sie ihre Töchter in die Obhut eines Kinderheims mit sehr zweifelhaftem Ruf gegeben. Hier geraten sie in die Fänge eines skurrilen Industriellen, der die wirtschaftliche Eroberung des unerschlossenen wilden Waldes anstrebt.
Neue Gegenspieler tauchen auf, deren Hintergründe noch verborgen bleiben.
Die Geschichte birst vor neuer Ideen und Spannung.

Der einzige Schönheitsfehler ist, dass dieser zweite Band der mittlere einer Reihe ist. Die Geschichte schließt an die Abenteuer des ersten Bandes an und setzt voraus, dass der Leser diesen kennt. Das Ende des Buches bringt keinen der Handlungsstränge zum Abschluss, sondern lässt den Leser kurz durchatmen, um in den Fortgang der Ereignisse einzutauchen, d.h. in den nächsten Band. Für mich als Erwachsenen ist das kein Problem, für den jugendlichen oder kindlichen Leser vielleicht eher.  

Auf jeden Fall: sehr empfehlenswert



Sonntag, 14. Oktober 2012

Die - fast - vergessene Frucht: Die Quitte

So wie im Frühjahr in unserer Küche die Spargelzeit hereinbricht, so beherrscht  bereichert der Kürbis die Herbstküche. Jetzt kommt eine Wiederentdeckung hinzu: Die Quitte. Früher haben wir gerne mal Quttenmarmelade, -gelee oder Quittenbrot daraus gemacht. Dieses Jahr hatte ich Lust, mal Neues auszuprobieren. So aromatisch duftend, leuchtend gelb haben sie mich auf dem Markt angelacht. 



Jetzt im Oktober bis in den November hinein – werden dieQuitten geerntet.

Ihren Namen verdankt die Quitte - der „kydonische Apfel“ - der kretischen Stadt Kydonia (heute Chania), hierzulande wurde sie früher auch „Schmeckbirne“ genannt. Bei uns gibt es heute Apfel- und Birnenquitten, die sich in Form und Aroma unterscheiden. (Nur wissen die Marktstandbetreiber oft selber nicht, welche von beiden sie denn gerade verkaufen...)

Roh sollten sie nicht gegessen werden. Quitten  sind von Natur aus bitter, holzig und hart. Nur wenige Quittensorten ( z.B. die Shirinquitte, die in der Türkei angebaut wird) bilden da Ausnahmen.

Vor der Verarbeitung sollten die Früchte wegen der Bitterstoffe in ihrem dichten Flaum auf der Oberfläche mit einem Tuch gründlich abgerieben werden.

Danach werden sie geviertelt, geschält, entkernt, klein geschnitten und gekocht.

Besonders geschmeckt hat uns die Kürbis-Quitten-Suppe. Bis mir einfiel, dass ich sie ja noch fotografieren wollte, war sie gänzlich aufgegessen. Inspiration war mir dieses Rezept, das ich leicht abgewandelt habe.
Mich hat besonders die Wahl der Gewürze begeistert. Ich bin ein ziemlicher Gewürzfreak und mag (und vertrage) keine fertigen Gewürz- oder Brühemischungen. Dies ist nun meine Version:

Kürbis-Quitten-Suppe

Zutaten für 2 Portionen

Je 200 g Hokkaido und Muskatkürbis

15 g frischer Ingwer

100 ml trockener Weißwein

1/2  Quitte

1 Tl Kurkuma

1 Prise Zimt

1 Prise Piment

1 Prise gemahlene oder zerstossene Nelke 

1 Prise Kardamom

 1 Prise Macis (Muskatblüte)

1 Tl Zucker

 300 ml Geflügelbrühe

 100 ml  Sahne oder Saure Sahne

 Etwas Wermut, optional

Salz



Den Kürbis schälen, bei Hokkaido nicht nötig, die Kerne entfernen, würfeln. Quitte schälen, Kerngehäuse entfernen, würfeln. Den Ingwer schälen und fein reiben.

 Alles in 3 EL Olivenöl nicht zu heiß anschmoren, der Ingwer darf nicht verbrennen.

 Weißwein dazu geben und 20 Min leise köcheln lassen, mit dem Pürierstab pürieren, die Gewürze und den Zucker zugeben, mit Geflügelfond auffüllen, weitere 15 Min köcheln.

 Sahne zugeben und wieder erwärmen, abschmecken.

Sehr fein war auch das
Quitten-Curry mit Lamm  
für 2 Personen 

300 g Quitten

100 g Möhren

300 g mageres Lammfleisch aus der Keule

2 EL Öl

1 Tl Curry

Je ½ Tl gemahlenen Kreuzkümmel und Koriander,

je1 Prise Zimt und Macis (Muskatblüte)

20 g Ingwer /gerieben

160 ml Kokosmilch (aus der Dose)

100 ml Wasser

1 ELSojasoße



Quitten vierteln, schälen, entkernen. Möhren putzen. Beides in Stifte schneiden oder mit der Küchenmaschine grob raspeln.

Fleisch abwaschen, trocken tupfen, fein würfeln und in heißem Öl  (im Wok) anbraten. Die Gewürze und den Ingwer zugeben und kurz mit braten. 

Quitten, Möhren, Kokosmilch und Wasser zufügen, aufkochen und zugedeckt 10 bis 15 Minuten kochen.

Mit Sojasoße und Salz abschmecken. Dazu kann man Basmatireis reichen.


Habt Ihr Euch auch schon einmal an Quitten herangetraut?


Samstag, 13. Oktober 2012

Take a stroll {Oktober}

Zehnter Teil der "Strollology" (Promenadologie). Gleicher Ort, gleiche Tageszeit, einen Monat später.
Wenn Ihr die vorherigen Teile verpasst habt oder vergleichen wollt, dann könnt Ihr dies HIER tun.

Der Herbst hat nun auch unseren Park erreicht. Morgens herrscht zum Teil noch leichter Nebel. Wenn wir Glück haben, hebt er sich im Laufe unseres Wegs.


In den letzten Tagen hat es kräftig geregnet.



Ich kann mich an dem bunten Laub gar nicht sattsehen.






Manchmal bezaubern nicht die Farben, sondern nur das Licht und die Formen.


Und wenn man dann beim Fotografieren nicht acht gibt, schaut der Lockenhund mal kurz nach, wohin sich das Eichhörnchen gerade verabschiedet hat... Aber er ist gleich wieder da.
Tja, Locke, der Hase ist so nah, dennoch unerreichbar...







 Ich würde so gern die große Nikon mitnehmen, doch der Eichhörnchenjäger lässt nur die kleine Automatik zu. Hoffentlich gefallen Euch die Oktoberfotos trotzdem.